SP-Haider: Voest-Verkauf ein Wirtschaftsdebakel!

"Schwarzer Freitag": Oberösterreich verraten , Tor für feindliche Übernahme weit offen

Linz (OTS) - "Der Voest-Verkauf an der Börse ist ein Wirtschaftsdebakel! Die überstürzte Verschleuderungsaktion endet mit einem Fiasko für den Betrieb und für Oberösterreich. Oberösterreich wurde damit verraten. Tür und Tor für feindliche Übernahmen stehen jetzt weit offen!" , stellte SPÖ-Landeschef LH-Stv. Erich Haider zur jüngsten Entwicklung beim Voest-Verkauf fest. SP-Kluboibmann Dr. Karl Frais ergänzte: "Das war ein schwarzer Freitag für die Voest und für Oberösterreich".

Erich Haider: "Das Wort von Pühringer und Schüssel ist nichts wert. Der Alleingang Pühringers ist völlig schief gegangen. Es konnten nicht einmal 4 Prozent in Oberösterreich gesichert werden!".

Von den 34,7 Prozent der Voest-Aktien, die über die Börse verkauft werden, bekommt die Oberbank 0,94 Prozent, Raiffeisen knapp unter 2 Prozent und die Hypo 0, 38 Prozent. Für Energie AG, Linz AG und TMG gab es 0 Prozent!

Die 15 Prozent Wandelanleihe sind im wesentlichen im Ausland bei Hedge-Fonds gelandet. "Da sind internationale Finanzanleger am Werk, die nur mit der zukünftigen Entwicklung der Preise spekulieren", zeigt Erich Haider auf.
Und weiter: "Wir haben diesen übereilten Verkauf immer abgelehnt und hätten es für klüger gehalten, beim ursprünglichen Konzept zu bleiben: 25 Prozent plus eine Aktie bei der öffentlichen Hand und eine ungestörte Abwicklung des 2-Milliarden-Investitionsprogramms der Voest mit der Schaffung von 800 neuen modernen Arbeitsplätzen".

Herausgekommen sei jetzt das befürchtete Debakel für die Voest und für Oberösterreich. Landeshauptmann Pühringer habe mit seiner OÖ-Aktion versagt und sei damit in Wien und in Ober-österreich total gescheitert.

"Außerdem", so der SPÖ-Landeschef, "hält er die Vorkaufsrechtverträge mit Raika und Oberbank weiter geheim und stellt sie trotz unseres Verlangens auch den anderen Regierungsmitgliedern nicht zur Verfügung".
Frais: "Hätte Pühringer auch diesmal soviel engagement gezeigt wie bei der energie AG, wäre für Oberösterreich und für die voest eine akzeptable lösung heraus gekommen".

"Ich werde umgehend als TMG-Aufsichtsrat bei der Finanzmarktaufsicht gegen die Nichtbeteilung der TMG Beschwerde einlegen!", kündigt der SPÖ-Landeschef an.

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