25 Jahre Fernsehmagazin "Land und Leute" im ORF

Feier im ORF-Funkhaus St. Pölten

Wien (OTS) - 300 Gäste aus Bundes- und Landespolitik, aus Wirtschaft und Kultur feiern heute Nachmittag, am 19. September 2003, das 25-jährige Bestehen des Fernsehmagazins "Land und Leute" im ORF-Funkhaus in St. Pölten. Neben ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner und Hausherr Norbert Gollinger haben auch Landwirtschaftsminister DI Josef Pröll und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ihr Kommen angesagt.

Realistisches Bild der österreichischen Bauern

1977 als Zielgruppenprogramm für die ländliche Bevölkerung ins Leben gerufen, übt "Land und Leute" heute eine wichtige Brückenfunktion zwischen Konsumenten und Land- und Forstwirtschaft aus. Dr. Monika Lindner zum Jubiläum "25 Jahre Land und Leute": "'Land und Leute' ist zum einen ein wichtiges Informations- und Servicemagazin für die in der Land- und Forstwirtschaft tätige Bevölkerung und vermittelt dem Publikum zum anderen ein realistisches Bild der Arbeits- und Lebenswelt der österreichischen Bauern - und das seit nun schon 25 Jahren. Mein Dank gilt allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Mit Sendungen wie dieser wird der ORF in exemplarischer Weise seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag gerecht." Der für die Sendereihe zuständige ORF-Niederösterreich-Landesdirektor Norbert Gollinger:
"Wir zeigen die Landwirtschaft und die vielfältigen Projekte des ländlichen Raumes nicht verklärt und romantisch, sondern wollen den Zusehern ein realistisches Bild des Alltags vermitteln - und so das Verständnis für die oft schwierige und wichtige Arbeit der Bauern erleichtern."

Hohe Akzeptanz

2,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher haben im Jahr 2002 zumindest eine der 24 Ausgaben von "Land und Leute" gesehen. Die Sendung erreicht aktuell rund 300.000 Seherinnen und Seher pro Ausgabe und erzielt damit österreichweit einen Marktanteil von 34 Prozent. Besonders bemerkenswert ist das hohe Publikumsinteresse auch im städtischen Bereich: Jeder fünfte Zuseher von "Land und Leute" ist in Wien zu finden. Und auch eine qualitative Studie (Psychotechnisches Institut/Mag. Fessel: zwei Auditoriumstests in Eisenstadt/Innsbruck, Dezember 2002/Jänner 2003) bestätigt die hohe Akzeptanz beim Publikum: Neun von zehn Befragten erachten es als wichtig, dass der ORF eine Sendung wie "Land und Leute" im Programm hat. Im Schnitt wird die Sendung im Schulnotensystem mit 1,2 bewertet.

Brücke zwischen Konsumenten und Landwirtschaft

Als eine "Brücke zwischen Konsumenten und Landwirtschaft" bezeichnet Sendungsverantwortlicher Christian Hillinger "Land und Leute": Jeden zweiten Samstag im Monat wird dem Publikum ein realistisches Bild der Arbeits- und Lebenswelt der heimischen Bauern vermittelt. Landwirtinnen und Landwirte wiederum erhalten Unterstützung und Information zu ihrer täglichen Arbeit. Bis heute wurden mehr als 3.700 Beiträge produziert und ausgestrahlt. Dementsprechend breit ist auch die Palette der Themen, die in den jeweils 30-minütigen Sendungen präsentiert werden: Beiträge über bäuerliche Vermarktungsinitiativen und über Kooperationen zwischen Landwirten und der Gastronomie bzw. dem Tourismus stehen ebenso auf dem Programm wie Fragen der Lebensmittelsicherheit und die kulinarische Verarbeitung der Lebensmittel. Gezeigt werden aber auch Reportagen über nachhaltige Energien (Biomasse, Biogas), Umweltprojekte im ländlichen Raum und artgerechte Tierhaltung. Schließlich finden auch Porträts über innovative Landwirte, Handwerk, Brauchtum und Volkskultur - jedoch ohne falsche Romantik - regelmäßig Platz.

"Land und Leute" greift aber auch regelmäßig wichtige gesellschaftspolitische Fragen auf: Wie wirkt sich die EU-Erweiterung auf den ländlichen Raum aus? Welche Chancen und/oder Probleme ergeben sich dadurch für die heimischen Lebensmittelproduzenten? Wie präsentieren sich die heimische Nahrungsmittelerzeuger und Vermarktungsinitiativen im Ausland? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel für die Landwirtschaft und was können die Landwirte zur Reduktion der Treibhausgase beitragen?

Die Anfänge

"Land und Leute" startete im Jänner 1978, Zielsetzung war die "Information, Beratung und Lebenshilfe für die in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Menschen und für die Bewohner des ländlichen Raumes" - damals noch mit einem eigenen "landwirtschaftlichen Fachberater" aus der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammer. Und schon mit jenem Titel, der heute längst unverkennbares Markenzeichen ist: "Land und Leute", eine Erfindung von Günter Richter, dem damaligen Leiter der Abteilung Volkskultur im Landesstudio Niederösterreich. Ebenfalls von Anfang an wesentlicher Bestandteil der Reihe: die Beitragsgestaltung in den einzelnen Landesstudios. Dadurch ist der regionaltypische Charakter von "Land und Leute" sichergestellt. Die organisatorische und redaktionelle Betreuung hat vor mehr als zwei Jahrzehnten das Landesstudio Niederösterreich, heute unter Landesdirektor Norbert Gollinger, übernommen.

Die Mitarbeiter

Bis 1994 war Günter Richter sendungsverantwortlich, ihm folgten Dr. Helga Maria Wolf, Wolfgang Nitsch und Christa Langheiter. Im Jänner 2001 hat schließlich Christian Hillinger diese Aufgabe übernommen. Gestaltet werden die Beiträge von 15 Journalistinnen und Journalisten. Sie haben ihre berufliche Verankerung in den einzelnen Landesstudios und können ihre langjährigen lokalen und regionalen Kontakte in diese überregionale Sendereihe einbringen. Prominent ist die Reihe der Moderatorinnen von "Land und Leute": Christa Stampfer und Ilse Holy präsentierten ebenso wie Ines Konecny und Ingrid Thurnher, Andrea Wessely, Ingrid Amon, Regina Preloznik und Heilwig Pfanzelter. Seit 1997 präsentiert die gebürtige Mödlingerin Birgit Perl das Magazin.

Die aktuelle Ausgabe

Die kommende Ausgabe von "Land und Leute" wird am Samstag, dem 27. September 2003, um 16.25 Uhr in ORF 2 ausgestrahlt. Neben einer Reportage von der Festveranstaltung stehen folgende Beiträge auf dem Programm:

"Bergkräuterochsen" - über einen Nebenerwerbslandwirt, der besonders hochwertiges Rindfleisch produziert,
"Futterlaub" - über eine weitgehend in Vergessenheit geratene Form der Baumwirtschaft,
"Süßspeise: Polentatorte" - ein traditionelles Mehlspeisrezept aus dem Salzburger Oberpinzgau.

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