Migration - eine Chance für Städte

Brauner über Diversitätspolitik bei Metropolis - Konferenz

Wien (OTS) - Bei der Session 4.1 der Metropolis-Konferenz im
Wiener Rathaus erläuterten am Freitag Morton Weinfeld von der McGill University in Montreal, Kanada, und Integrationsstadträtin Renate Brauner, welche Möglichkeiten städtische Diversitätspolitik bietet.

Zwar werden die Rahmenbedingungen der Migrationspolitik auf bundespolitischer Ebene gesetzt, doch "beeinflussen die Städte die konkreten Lebensbedingungen der Menschen", betonte Renate Brauner. Schließlich sei die Kommunalpolitik die "Gesellschaftspolitik des Alltags." So müsse man verstehen, dass die Zuwander/innen keine homogene Minderheit darstellten, die speziell zu betreuen sei, sondern die Vielfalt einer Stadt ausmachten. "Wien setzte daher ganz bewusst auf Diversitätsmanagement und -politik. In diesem Sinne gelte es, die gesamte Stadtverwaltung diversitätsfit zu machen", erklärte Renate Brauner. Die Stadträtin weiter: "Die beste Integrations- und Diversitätspolitik ist eine gute Sozialpolitik, Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik und Wohnpolitik für alle." In Bezug auf den Bildungsbereich wies Brauner einerseits auf das Begleit- und Stützlehrersystem in den Schulen hin und andererseits auf die Sprachkursprogramme der Stadt.

Da Migrant/innen vor allem in die Städte ziehen, gebe es in allen Städten Modelle. Die Frage sei, ob die Modelle einer Stadt auf andere Städte anwendbar seien. Was in einer Stadt funktioniere, müsse noch nicht auf eine andere übertragbar sein, betonte Morton Weinfeld. Der Wissenschafter wörtlich: "Vielmehr geht es um die Frage, wie "Best Practices" exportiert bzw. importiert werden können. Die Politik muss die Sensibilität besitzen, zu entscheiden, was die Stadtbevölkerung auch tatsächlich mittragen kann." (Schluss) spr

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