Schaunig: Haider und Pfeifenberger machen alt werden zu Hause schwer

SPÖ bringt Dringlichkeitsantrag zur Erhöhung der Budgetmittel für die Hauskrankenpflege und -hilfe in den Kärntner Landtag ein

Klagenfurt (SP-KTN) - "Seit Jahren warne ich wie eine Gebetsmühle davor, dass die Eigenanteile im Pflegebereich zu hoch sind, die Auswirkungen werden zunehmend schlimmer", stellt Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut fest. Vor allem für die Bürgerinnen und Bürger mit mittlerem Einkommen seien die Eigenanteile bei den Kosten der Mobilen Dienste ein Problem, deshalb fordere die SPÖ seit langem eine Herabsetzung des Eigenanteiles von 40 % auf 35 Prozent. "Mit unserem heutigen Dringlichkeitsantrag hat die FPÖ die Möglichkeit Farbe zu bekennen", sagt Schaunig.

Wenn Landeshauptmann Haider heute ein Pressegespräch gibt, dann sei das einerseits eine Mißtrauenserklärung an seinen Finanzreferenten, der seine Hausaufgaben nicht mache und die erforderlichen Budgetmittel für die Pflege nicht bereitstelle, es sei aber auch ein weiterer Beweis für das Doppelspiel Haiders selbst. "In der Regierung blockiert der Kärntner Landeshauptmann die Senkung der Eigenleistungen und die Stundenausweitung bei den Mobilen Diensten, die gerade für die Nachtstunden und die Wochenenden besonders wichtig wäre. In Pressegesprächen und Reden verspricht er vollmundig das Alt werden zu Hause", deckt die Kärntner Soziallandesrätin das offensichtliche Doppelspiel Haiders auf.

Das wichtige Thema der Pflege und Betreuung ist völlig ungeeignet, um einen Wahlkampf zu führen, denn reine FP-Polemik steht in dieser Frage im Widerspruch zu Fakten und Expertenmeinungen. "Haider arbeitet mit verschlüsselten Codes. Preist er das Alt werden zu Hause an, meint Haider damit nur das Abschieben der Pflegeverantwortung an die Betroffenen und das Zurückdrängen der Frauen an den Herd und nicht wie wir SozialdemokratInnen die Wahlmöglichkeit für die Betroffenen", kritisiert Schaunig scharf und wirft der FPÖ vor, sich in diesem Bereich mangels Know-How wie ein Elefant im Porzellanladen zu verhalten.

Die Kärntner Soziallandesrätin verweist darauf, dass die Versorgungsdichte bei den mobilen pflegerischen und sozialen Diensten in den letzten Jahren in Kärnten um 39 % erhöht werden konnte. "Auch die Qualität der Dienstleistungen konnte durch die Erhöhung des Einsatzes von diplomierten Kräften um 3% wesentlich gesteigert werden", so Schaunig. Notwendige Zukunftsprojekte werden weiters die Förderung von betreubarem Wohnen sein, die Finanzierung des Ausbaus der mobilen Dienste in den Nachtstunden und an Sonn- und Feiertagen zu ermöglichen, die kostenlose Erstberatung durch eine Anbieterorganisation zu forcieren und den Ausbau des Sozial- und Gesundheitssprengels, also case-management, zu ermöglichen. (Schluss)

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