LR Dr. Stöger erzwingt mit Weisung positiven Bescheid für Münzbacher Zubringer

Weil Straßenbaureferent LH-Stv. Hiesl weiter verzögern lässt

Linz (OTS) - "Bereits seit zehn Tagen hat der Perger Bezirkshauptmann den von mir angeordneten positiven Naturschutzbescheid für das Straßenbauprojekt Münzbacher Zubringer in Händen. Damit könnte jederzeit mit dem Bau begonnen werden. Aber Straßenbaureferent LH-Stv. Hiesl will das offensichtlich gar nicht und lässt daher weiter verzögern. Der Bezirkshauptmann, ein enger Freund Hiesls und früherer ÖVP-Mandatar, hat den positiven Bescheid immer noch nicht erlassen. Daher habe ich die Bezirkshauptmannschaft Perg heute mündlich und schriftlich angewiesen, den positiven Bescheid sofort zu erlassen", erklärt Naturschutz-Landesrätin Dr. Silvia Stöger.

Weil sich der Straßenbaureferent aus zwölf Varianten auf eine ungünstige, naturfeindliche, langwierige und teure Variante durch den Perger Stadtwald versteift hatte, war von Anfang an klar, dass diese Trasse nur mit ökologischen Verbesserungen und damit auch zusätzlichen Kostensteigerungen zu verwirklichen ist. Weil dies der Straßenbaureferent aber lange nicht einsah und völlig stur blieb, verzögerte sich das Projekt erheblich. Landesrätin Dr. Stöger konnte aber schließlich doch erreichen, dass es nun eine positive Lösung und Grünes Licht für den Bau gibt. Und das, obwohl der Naturschutz-Bezirksbeauftragte in seinem Gutachten festhält, dass die Trassenführung durch den Kernbereich des Perger Stadtwaldes trotz der ökologischen Entschärfungen nach wie vor eine massive Verschlechterung für eine Vielzahl von im Oö. Naturschutzgesetz festgelegten Schutzgütern bedeutet. Bestätigt wird das auch durch ein Gutachten des Salzburger Instituts für Ökologie. Landesrätin Dr. Stöger: "Ich habe die Interessen bestmöglich abgewogen, wir haben nun eine Lösung im Interesse der Menschen und der Natur. Es kann sofort mit dem Bau begonnen werden."

Die zusätzlichen Kosten, die durch die ökologischen Verbesserungsmaßnahmen entstehen, sind nach Ansicht von Landesrätin Dr. Stöger durchaus vertretbar. Denn wenn man eine billigere Variante gewollt hätte, hätte LH-Stv. Hiesl von vorhinein schon eine bessere und weitaus billigere Variante wählen müssen. Er hat sich aber auf die jetzige teurere Trasse festgelegt.

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