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Ungarns historische Weinregionen: Buda - Etyek

Wien (OTS) - Nur wenige wissen, daß Ungarns Hauptstadt auch einer der wichtigsten Weinproduzenten des Landes ist. Die Budaer Hügellandschaft war schon im Mittelalter ein berühmtes Weinanbaugebiet und ist heute Teil der Weinregion Buda-Etyek, deren wichtigste Orte Budajenö, Tök und Üröm sind. Angeschlossen ist das südlich von Budapest liegende Anbaugebiet von Etyek mit den weiteren wichtigen weinproduzierenden Ortschaften Vál, Pázmánd, Nadap und Pákozd.

Der Boden besteht hauptsächlich aus Dolomitgestein mit verschiedenen Ablagerungen, vor allem Löß, Mergel und Fließsand. Berühmt sind die in den Stein gehauenen Weinkeller von Etyek, die auch in vielen ungarischen Filmen eine stimmungsvolle Kulisse bildeten.

Die Weine der Region sind überwiegend Weißweine, die einen hohen Säuregehalt aufweisen, der sie auch ideal zur Weiterverarbeitung zu Sekt macht. Die Ur-Rebsorte des Gebietes um Budapest ist der "Schlamper", eine Rebe deutscher Herkunft, die jedoch kaum noch kultiviert wird, das sie sich nicht zur Erzeugung von Qualitätsweinen eignet. Heute sind die Hauptsorten Chardonnay und Welschriesling, weniger bedeutend auch Sauvignon Blanc und Pinot Blanc. Der "Buda-Etyeker Weinstil" bringt elegante, nicht zu körperreiche und trockene reduktive Weine hervor.

Touristisch bietet die Region eine kaum zu überbietende Vielfalt. Allen voran die Hauptstadt Budapest selbst mit ihrem überreichen Angebot an Kultur, Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten, über 100 Thermalbädern, modernen Einkaufszentren, stimmungsvollen Kaffeehäusern und Restaurants sowie erstklassigen Hotels aller Kategorien, die auch eine breite Palette an Konferenzeinrichtungen bieten. Einige der schönsten Festivals ranken sich auch um die Weinkultur. Freunde des veredelten Rebensaftes werden sich im "Haus der ungarischen Weine" neben der Matthiaskirche im Burgviertel sicher wohl fühlen.

Abseits vom städtischen Flair bieten die Region eine Vielzahl von Naturschönheiten wie die bizarren Granitformationen, Wackelsteine, Lochsteine oder Felsentore des Velence-Gebirges, oder den Velence See, bis zu dem sich die südlichen Ausläufer des historischen Weinbaugebietes erstrecken.

Der Velence See zeichnet sich durch sein feines Wasser mit Trinkwasserqualität aus. Die schilffreien Zonen sind ein beliebtes und gut erschlossenes Erholungsgebiet, darüber hinaus ist der See mit seinen schwimmenden Moorinseln aber auch ein Natur- und Wasserschutzgebiet ersten Ranges, das für seinen Reichtum an Vögeln, aber auch seltenen Amphibien wie den bereits vom Aussterben bedrohten Moorfrosch bekannt ist. Anglern bietet der See 26 derzeit bekannte Fischarten.

Auch kulturell hat die Umgebung des Sees eine Menge zu bieten. Die Geschichte des Hauptortes Velence geht auf die Römer zurück, den heutigen Namen erhielt er vom Hofchronisten des Renaissancekönigs Matthias, der die Gründung des Ortes den Venezianern zuschrieb. Heute ist Velence vor allem für seine am Bence-Berg wachsenden Trauben berühmt. Eines der schönsten Dörfer am See ist das etwas erhöht gelegene Sukoró, wo man im Volkskundehaus aus dem Jahr 1863 Interessantes über den See, seine Geschichte und seine Menschen erfahren kann. In der reformierten Kirche, eng mit dem Namen Batthyány und der Schlacht von Pákozd (1848) verbunden, finden im Sommer Orgelkonzerte statt. Von hier stammt auch Anonymus, der Verfasser von Ungarns erstem Geschichtsbuch (13. Jh.), der "Gesta Hungarorum".

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