Strategien für globalisierte Märkte

Österreich Werbung: Nahmärkte ausbauen, neue Märkte erschließen - Ceska: Internationalisierungsoffensive bringt mehr Mittel für Tourismuswerbung

Wien (OTS) - "Internationalisierung im Tourismus ist das Gebot der Stunde" - so die Kernaussage von Dr. Arthur Oberascher, Geschäftsführer der Österreich Werbung, anlässlich einer heutigen Pressekonferenz in Wien. Ein Blick auf europäische Tourismusländer zeigt die Notwendigkeit einer in sich gegliederten, vielschichtigen internationalen Marketing-Strategie: "Im europäischen Vergleich haben zahlreiche Tourismusländer einen eindeutigen Nächtigungs-Überhang bei den Inlandsgästen", erläutert Arthur Oberascher. So hat z.B. die Schweiz im Jahr 2002 einen Anteil von Inlandsnächtigungen in Höhe von mehr als 45% des Gesamt-Nächtigungsaufkommens zu verzeichnen. In Spanien kommen sogar über 61% aller Nächtigungen von Inlandsgästen. Am Auffälligsten ist die Abhängigkeit vom Inlandstourismus in Deutschland: Dort werden mehr als 88% aller Nächtigungen von Deutschen selbst generiert.

Anders in Österreich: Hier kamen im Jahr 2002 73% aller Nächtigungen aus dem Ausland. "Die Zeiten, in denen die Gäste einer Urlaubsdestination ein ganzes Leben lang treu blieben, sind vorbei", konstatiert Oberascher. "Unser Ziel muss daher sein, neben der konzentrierten Bearbeitung unserer großen Quellmärkte auch neue Märkte langfristig für den Österreich-Tourismus zu erschließen."

"Der Tourismus gehört weltweit zu einer der größten Wachstumsbranchen", ergänzte der Leiter der Stabsstelle Strategische Außenwirtschaft im Wirtschafts- und Arbeitsministerium Botschafter Dr. Franz Ceska in Vertretung des ressortzuständigen Ministers Dr. Martin Bartenstein. "Die Bundesregierung wird daher im Rahmen ihrer Internationalisierungsoffensive der Österreich Werbung namhafte zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen." Die Internationalisierungsoffensive beruhe mit dem Waren- und dem Dienstleistungsexport sowie den Direktinvestitionen auf drei Säulen. Im Bereich der Dienstleistungen sei auch der heimische Tourismus ein tragendes Element.

Einerseits wird die ÖW ihre Initiativen in den Nahmärkten fortsetzen bzw. intensivieren. Am Plan stehen vor allem TV- und Kino-Werbemaßnahmen. Zur Erhöhung des Internationalisierungsgrades wird andererseits aber noch mehr Power in folgende Märkte gesteckt:
Zentral- und osteuropäische Märkte/EU-Beitrittsländer, die Hoffnungsmärkte Russland, Ukraine, China, Indien, Arabische Länder sowie Südostasien. Darüber hinaus werden neue Märkte im Baltikum, in Rumänien und in den ehemaligen GUS-Staaten aufbereitet und intensiviert.

"Die Doppelstrategie wirkt gleichzeitig auf Angebot und Nachfrage", so ÖW-Chef Oberascher. "Kontinuierliches Marketing in den Nahmärkten mit hohem Stammgästeanteil erfordert niedrigere Investitionen als die Generierung neuer Gäste aus neuen Märkten. Neue Gäste aus neuen Märkten haben wiederum andere Ansprüche und Bedürfnisse hinsichtlich ihres Urlaubs-Erlebnisses - was bei Österreichs Tourismusindustrie einen produktiven Prozess von Ausbau, Weiterentwicklung und Spezialisierung ihres Angebotes in Gang setzt."

Beides zusammen führt sowohl nachfrage- als auch angebotsseitig zu positiven Effekten. "Daher baut die Österreich Werbung ihre Marktpräsenz international weiter aus", resümiert Arthur Oberascher.

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