Voestalpine: Abschluss der Mahnwache

Große Zustimmung bei Beschäftigten, AnrainerInnen und besorgten OberösterreicherInnen

Linz (GMT/ÖGB). Heute, Freitag, endet die Mahnwache für die Voest. Seit Dienstag haben mehr als zweitausendfünfhundert Menschen daran teilgenommen. Die Betriebsräte ziehen positive Bilanz.++++

Während der ganzen Woche war die Voest-Mahnwache sehr gut besucht, resumieren die Betriebsräte. Es sind viele Kolleginnen und Kollegen vor und nach ihren Schichten gekommen, aber auch viele Voest-Pensionisten, viele Menschen aus der Umgebung und besorgte Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die die Politik der Regierung nicht verstehen. "So viele Menschen haben uns ihre Solidarität bekundet," sagt Konzernbetriebsratsvorsitzender Helmut Oberchristl, "und niemand versteht, warum die Voest plötzlich unbedingt verkauft werden muss."

Betriebsrat Josef Kronister bezeichnete die aktuelle Diskussion über die Voest nur als Anlassfall. "Die Bevölkerung will diese Privatisierungspolitik der Regierung nicht, sei es bei der Voest oder bei öffentlichen Dienstleistungen wie Gesundheit, Bildung oder Wasserversorgung. Wird werden uns gemeinsam mit der Bevölkerung weiterhin wehren, bis die Bundesregierung ihren Privatisierungskurs ändert."

Betriebsrat Fritz Sulzbacher sprach sich ebenso vehement gegen die ÖVP-FPÖ-Ausverkaufspolitik aus. "Unser Kampf hat erst begonnen, unser Widerstand wird weiter gehen. Wir haben die Menschen in der Voest und in Oberösterreich hinter uns, diese Politik der Regierung wollen wir alle nicht. Wir werden weiter gegen den Ausverkauf unserer Betriebe und unserer öffentlichen Dienste kämpfen!"

Mit ihrer Mahnwache haben die Voestler gezeigt, dass es in der Diskussion um sehr viele Menschen geht. Sie haben außerdem gezeigt, dass sie Entscheidungen zwar akzeptieren müssen - dass sie aber dennoch deutlich sagen und zeigen, dass sie diese Entscheidungen absolut nicht teilen.

ÖGB, 19. September 2003
Nr. 761

15. ÖGB-Bundeskongress:
"Menschen sind unsere Stärke. Arbeit in einem sozialen Europa."
14. bis 17. Oktober 2003, Austria Center Vienna
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