Werbewirtschaft: Das von der Regierung angekündigte Wachstumspaket muss Abschaffung der Werbesteuer beinhalten!

Ruttinger: "Wettbewerbsnachteil für Wirtschaftsstandort Österreich durch 5 % Werbesteuer" - Expertise: 1000 neue Arbeitsplätze durch Werbesteuer-Abschaffung

Wien (PWK611) - Die österreichische Kommunikationswirtschaft mit 60.000 direkt und indirekt Beschäftigten begrüßt die jüngsten Ankündigungen der Regierung zu einem "Wachstumspaket" - sofern darin die Abschaffung der weltweit einzigartigen Sondersteuer auf Werbung enthalten ist. "Die Werbeabgabe ist ein Relikt aus der Wirtschaftspolitik des ‚schwarzen Freitags’ im Jahr 1927" erinnert Walter Ruttinger, Obmann des Fachverbandes Werbung + Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer: "2004 summiert sich der direkte volkswirtschaftliche Schaden auf cirka 100 Millionen Euro, die beim Netto-Werbeaufkommen steuerbedingt fehlen", rechnet er vor. Die vom Fachverband vertretenen 17.000 Mitgliedsbetriebe fordern die Abschaffung der 5-prozentigen Steuer auf alle gängigen Formen von Werbung in Medien. Statt einer Abschaffung aber - wie auch im neuen Regierungsprogramm versprochen - erfolgte im Juni d.J. das Gegenteil:
eine Ausweitung der kuriosen Kommunikationssteuer auch auf Postwurfsendungen.
 
"Die Werbesteuer stellt einen Nachteil  für den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich dar", so Ruttinger: "Im internationalen Wettbewerb um Werbeaufkommen sind 5 Prozent Sonderwerbesteuer in den Zentralen der großen Auftraggeber, die ihr Werbegeld international verteilt zum Einsatz bringen, nicht mehr argumentierbar - Österreich droht aus den Mediaplänen der internationalen Strategen ausgelistet zu werden."

Wie der Fachverband in einer Expertise nachwies, bestreitet Marktkommunikation Ausgaben von etwa 2 Prozent des heimischen BIP, wodurch die Beseitigung der Werbesteuer einen unmittelbaren Wachstumsimpuls von 0,1 Prozent des gesamten BIP und 1000 zusätzliche Arbeitsplätze bringen würde.

Der Fachverband will nun eine gerade laufende Erhebung der EU-Kommission über wettbewerbsverzerrende Nachteile einzelner Mitgliedsstaaten betreffend den freien Austausch von Dienstleistungen nutzen, um auch international auf die österreichische Benachteiligung hinzuweisen und notfalls auf diesem Wege einen "Werbeabgabe-Beseitigungsprozess" in Gang zu bringen.
 
Hoffen auf 4-Parteien-Konsens: Unter Hinweis auf von allen 4 Parlamentsparteien im letzten Herbst eingegangenen positiven Stellungnahmen drängt der Fachverband auf eine nunmehr rasche Einigung im Rahmen des regierungsseitig angekündigten Wachtumspaketes für die Wirtschaft. "Während man im Finanzministerium zunächst 2004 anpeilte, um im Zuge dessen die Werbeabgabe endlich abzuschaffen, vertröstet man uns jetzt wieder auf  2005", so Ruttinger, der auf eine persönliche und schriftliche Zusage des Bundeskanzlers verweist:
"Ich werde alles in meiner Macht stehende unternehmen, dass die Abschaffung der Werbeabgabe auch weiterhin im Regierungsprogramm nicht nur stehen, sondern ehest möglich von einer ÖVP-Regierung umgesetzt wird". (JR )

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Wirtschaftskammer Österreich
Walter Ruttinger
Tel.: 0650-9500702

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