Getränke in Mehrweggebinden: Erfolge der Freiwilligen Selbstverpflichtung

Wirtschaft unterstützt "Wiener Mehrweg-Wochen" - Schwarzer: "Konsument soll entscheiden können"

Wien (PWK610) - Handel und Getränkeindustrie bieten dem
Konsumenten weiterhin die volle Entscheidungsfreiheit und führen Getränke sowohl im Mehrweg als auch Einweg. Sie bekennen sich vollinhaltlich zur Freiwilligen Selbstverpflichtung der Wirtschaft. In den letzten Wochen hat sich die Gesamtzahl der Unterstützer der Freiwilligen Selbstverpflichtung (Abfüller und Handel) um 40 % erhöht.

"Dies ist ein kräftiges Lebenszeichen unserer Selbstverpflichtung. Sie ist ein besseres Modell als das Zwangspfand auf Einweggebinde, wie es in Deutschland verordnet wurde. Wir wollen Getränkewirtschaft und Lebensmittelhandel, aber auch den Konsumenten ein Pfandchaos wie in Deutschland ersparen", stellt der Leiter der Umweltpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich, Doz. Stephan Schwarzer, fest. Deshalb unterstützt die Wirtschaft auch die am Samstag in Wien anlaufenden Mehrwegwochen, die den Konsumenten durch Events in Supermärkten öffentlichkeitswirksam über das reichhaltige Mehrwegangebot informieren.

Mit dem jüngsten Neubeitritt der Römerquelle GmbH haben nunmehr die 18 größten Getränkehersteller die Freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet. Auf der Ebene des Handels ist, abgesehen von Diskontern, 95 % des Marktvolumens in der Selbstverpflichtung erfasst. Eine Umfrage bei den Mitgliedsbetrieben lässt erkennen, dass die Betriebe durchwegs bereit sind, sich aktiv bei Aktionen für Mehrweg zu engagieren.

Die Wirtschaft plant, so Schwarzer, in Kooperation mit Gebietskörperschaften und Abfallberatern den "Mehrweg" mit einem Bündel von Maßnahmen zu fördern.

Die Wirtschaft kooperiert bei den Wiener Mehrwegwochen. In Supermärkten sollen die Konsumenten mittels "Mehrweg-Rallies", verbunden mit Gewinnspielen, Plakatpräsentationen und verschiedenen Veranstaltungen, auf das Angebot aufmerksam gemacht werden.
Die Ergebnisse (des Mehrweg-Forums Wien) sollen österreichweit nutzbar gemacht werden bzw. in einer umfassenden "Gemeinsamen Vereinbarung" zwischen Wirtschaft, Behörden und NGOs verankert werden.
Der Mehrweg-Gedanke soll gezielt in Produktmarketing und -werbung Eingang finden (Flugblätter, Plakate, Bierdeckel).
Die Internet-Seite www.mehrweg.at soll weiter ausgebaut werden, um die Konsumenten über erfolgreiche Aktivitäten der Wirtschaft besser zu informieren.
Bei einer "Mehrweg-Tagung" sollen wesentliche Fragestellungen und Lösungen erörtert werden.
Aufbau einer Meinungsplattform (gemeinsame Position zum Thema "Dosenpfand - deutsches Modell" und Alternativen = "österreichisches Modell")

Mit diesem Maßnahmenbündel will die Wirtschaft die - insbesondere im internationalen Vergleich - hohe Mehrwegquote halten (derzeit 53,4 %).

Neben der Sicherstellung eines ausreichenden Mehrwegangebots ist die umweltgerechte Verwertung der zweite Pfeiler der Freiwilligen Selbstverpflichtung. Auch hier kann die Wirtschaft von Erfolgen berichten: 2002 stieg die stoffliche Verwertung von PET-Flaschen von 39,2 % auf 44,2 %. Für 2004 ist geplant, die Recyclingquote weiter bis auf 50 % anzuheben. Die dazu erforderlichen Verbesserungen des Sammelsystems befinden sich bereits in der Testphase. (hp)

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Dr. Stefan Ebner
Tel.: (++43-1) 50105-3303

Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Umwelt-, Energie- und
Infrastrukturpolitik

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