OeNB - Aktuellste Daten der Wertpapier-Standstatistik: Euro-Wertpapiere waren die Gewinner

Wien (OTS) -

  • Österreicher halten 124 Mrd. EUR an ausländischen festverzinslichen Wertpapieren
  • Überschreitung der 200 Mrd.-EUR-Marke beim Auslandsbesitz an österreichischen Rentenwerten
  • Positive Entwicklung der Wertpapierkurse,Wechselkursverluste bei Nicht-Euro-Denominierungen

Die aktuellste Auswertung der "Portfolioposition Österreichs" der OeNB für den Stichtag Ende März 2003 (Standstatistik über ausländische Wertpapiere in Händen von Österreichern und österreichische Wertpapiere in Händen von ausländischen
Anlegern) zeigt folgende Ergebnisse:

Österreicher veranlagen in ausländische Wertpapiere:
Österreicher besaßen Ende März 2003 im Ausmaß von 124 Mrd. EUR ausländische festverzinsliche Wertpapiere. Inländische
Investoren erhöhten ihr Portefeuille an ausländischen
Rentenwerten gegenüber dem Jahresultimo 2002 um 7 Mrd. EUR.
Diese Vermögenserhöhung ist gänzlich auf Zukäufe zurückzuführen, da sich die Bewertungseffekte (Wertpapierkursgewinne, Wechselkursverluste) kompensierten.

Regionale Analyse
Wie in den Vorjahren besteht das oben erwähnte Vermögen nahezu ausschließlich aus ausländischen langfristigen Rentenwerten (=Schuldverschreibungen; 117 Mrd. EUR). Österreicher erwarben
von Jänner bis März 2003 vorwiegend Schuldverschreibungen aus
den Niederlanden, aus Italien, Frankreich, Finnland und Griechenland; japanische Papiere wurden abgestoßen.

Per Ende März 2003 besaßen Österreicher folgende ausländischen Schuldverschreibungen:

  • zu 30% deutsche Wertpapiere
  • zu je 8% niederländische und US-Wertpapiere
  • zu 7% italienische Wertpapiere
  • zu 6% französische Wertpapiere
  • zu je 4% Wertpapiere aus dem Vereinigten Königreich und den Kaimaninseln
  • zu je 3% dänische und griechische Wertpapiere
  • und zu je 2% belgische, spanische, irische und luxemburgische Wertpapiere.

Zusätzlich hatten inländische Investoren Schuldver-schreibungen von Emittenten der EU-Beitrittsländer (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakische Republik, Slowenien, die Tschechische Republik, Ungarn, Zypern) in Höhe
von rund 4 Mrd. EUR in ihren Beständen.

Währungsweise Analyse
Zu Jahresultimo 2002 hatten österreichische Investoren zu 77% in Euro denominierte Schuldverschreibungen in ihrem Portfolio. Auf Grund ihrer Zukäufe im ersten Quartal 2003 erhöhten sie diesen Vermögensbestand auf rund 91 Mrd. EUR, das sind 78%.

Ausländische Investoren veranlagen in österreichische Wertpapiere:
Per Ende März 2003 betrug der Auslandsbesitz von
österreichischen festverzinslichen Wertpapieren 202 Mrd. EUR,
davon entfielen 96% auf Schuldverschreibungen.

Währungsweise Analyse
Die bedeutende Rolle des Euro zeigt sich auch in diesem Bereich:
71% der inländischen Schuldverschreibungen in ausländischen Portefeuilles waren in Euro denominiert. Bei
Schuldverschreibungen in anderen Währungen ergab sich in den
ersten drei Monaten 2003 eine Verringerung ihres Bestandes: Es
kam zu Verkäufen durch die ausländischen Anleger, zusätzlich verstärkten die Effekte aus dem gestiegenen Eurowechselkurs
diese Entwicklung.

In den Monaten Jänner bis März 2003 erwarben ausländische Investoren nur Emissionen des österreichischen öffentlichen Sektors. Das Auslandsinteresse an Emissionen dieses Sektors konzentriert sich hauptsächlich auf Anleihen der Republik Österreich. Seit 1989 wird der überwiegende Teil an
Bundesanleihen in Form eines Auktionsverfahren begeben. Die Bundesanleihen dieser Auktionen haben laut Österreichischer Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) per Ende März 2003 ein Umlaufvolumen von 90,5 Mrd. EUR. Die entsprechende Auslandsverpflichtung (Nominalwert) aus diesen Wertpapieren
beträgt per Ende März 2003 66,5 Mrd. EUR, d.h. 73% des Gesamtvolumens.

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie auf der OeNB
Homepage unter Zahlungsbilanz / Wertpapiere:
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Text und erklärende Grafiken aller Presseaussendungen werden auch auf http://www.oenb.at veröffentlicht.

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