Sozialistische Jugend: Der Fleck muss weg

Umfrage auf www.sjoe.at spricht sich mit über 80 Prozent gegen das "Sitzenbleiben" aus

Wien (SK) Die Sozialistische Jugend spricht sich für die Abschaffung des "Fünfers" in den Schulen aus. Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), meint dazu am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ: "Es ist jedes Schuljahr immer wieder das Gleiche: Tausende von SchülerInnen fallen durch und müssen eine Klasse wiederholen. Wir meinen, dass diese Art des Leistungsdrucks in einem modernen Schulsystem nichts zu suchen hat. Benotungen hängen auch von nicht objektiven Faktoren ab, wie beispielsweise Sympathien der LehrerInnen. Wir sehen keinen Sinn in negativer Benotung und der Konsequenz des 'Sitzenbleibens'." ****

Kollross verweist auf eine Umfrage auf der Homepage der SJÖ, auf der sich über 80 Prozent der TeilnehmerInnen gegen die Praxis der Klassenwiederholung aussprechen. An der Umfrage nahmen bisher über 600 Personen teil. "Der Sinn des Schulbesuchs ist es, dass SchülerInnen sich Wissen aneignen. Dies in die engen Kategorien des Leistungsdrucks zu zwängen, wirkt in höchstem Maße kontraproduktiv und trägt maximal dazu bei, jungen Menschen ihre Neugier zu nehmen. Das Schulsystem muss vielmehr den Freiraum zu Eigenverantwortlichkeit gewährleisten und auf Lernschwächen gezielt eingehen, anstatt zu stigmatisieren", so Kollross.

Kollross verwundert es aber nicht weiter, dass Progressivität im Bildungsministerium nicht gerade groß geschrieben wird: "Die sittenstrenge Oberlehrerin Gehrer setzt auf Autorität, Leistungszwang und ein Familienmodell aus dem vorvorigen Jahrhundert. Dass schulische Ausbildung sich an die gesellschaftlichen Realitäten anpassen muss, scheint zu ihr noch nicht ganz vorgedrungen zu sein, wie auch die Diskussion um die Ganztagsschule, die sogar von Teilen ihrer eigenen Partei gefordert wird, belegt." Abschließend verweist Kollross noch auf die Umfrage auf www.sjoe.at: "Wir hoffen auf eine breite Beteiligung, zum Teil auch deswegen, um das Mitbestimmungsrecht der Jugend einzufordern. Noch immer wird zwar viel davon geredet, sobald es aber um reales Mitbestimmungsrecht geht, stößt man bei der ÖVP auf taube Ohren." (Schluss) wf/mp

Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04, http://www.sjoe.at

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