Österreichweit 170 Gemeinden gehen mit klimafreundlichem Bespiel voran

Europaweiter Autofreier Tag am 22. September: Bewusstseinsbildung für die "sanfte Mobilität"

Wien (OTS) - Neue Wege in der Mobilität stehen am 22. September wieder in zahlreichen Städten und Gemeinden in ganz Europa im Mittelpunkt: Der europaweite Autofreie Tag, der heuer an einem Montag abgehalten wird, steht unter dem Motto "Autofrei zur Schule". Kinder und Jugendliche zählen auch zu den Hauptbetroffenen der Belastungen durch den Autoverkehr...

Österreichweit werden rund 170 Gemeinden mit verschiedensten Aktionen und Projekten auf die Vorteile alternativer Fortbewegungsmittel hinweisen. Bewusstseinsbildung, Aktionen dazu, Vorstellen von Verkehrskonzepten, Ausprobieren oder Umsetzen von dauerhaften Lösungen sind die Ziele des europaweiten Autofreien Tages. Vom kostenlosen Fahrradreparaturservice über Solarfahrzeug-Präsentationen bis zum SMS-Wettbewerb der "coolsten Öffi-Werbesprüche", vom Öffnen neuer Radfahrverbindungen bis zum Testen neuer Buslinien: in ganz Europa leisten etwa 1.000 Städte und Gemeinden ihren Beitrag zum Autofreien Tag - vom kleinen Orten bis zu Metropolen wie Barcelona, London oder die österreichischen Landeshauptstädte.

"Autofrei zur Schule": Kreative Schülerprojekte zugunsten des Klimaschutzes

Ganz nach dem heurigen Motto "Autofrei zur Schule" steht die Jugend im Mittelpunkt vieler Aktionen. Daher sind auch besonders viele Schulen aktiv involviert: Autofreie Schulwege, etwa per Rad, bieten sich ebenso an wie die Abhaltung des Unterrichts auf den zur Verfügung stehenden autofreien Straßen und Plätzen. An kreativen Projektideen mangelt es nicht: von der "Aktion Zebrastreifen" der Volksschule Röthis (Vorarlberg) bis zu den "Verkehrsdetektiven" von Ansfelden (Oberösterreich). Besonders viele Schulen widmen sich rund um den Autofreien Tag auch der "Grüne Meilen"-Aktion, die noch bis Oktober dieses Jahres läuft: Hier werden Schüler zum Beispiel ihre gesammelten Kindermeilen präsentieren und somit zeigen, dass sie bis zu einer Woche ohne Auto zur Schule gekommen sind.

Der Autofreie Tag: "Kommunikations- und gesundheitsfördernde" Fortbewegungsmittel nutzen

Ziel des europaweiten Autofreien Tages ist es keineswegs, das Auto zu "verhindern". Es geht um das Auto als notwendiges, aber auch entbehrliches Fortbewegungsmittel, das Ausprobieren von Alternativen und das Finden von dauerhaften Lösungen für lebens- und umweltverträgliche Fortbewegungsformen. "Mobilität für alle" lautet daher auch das europaweite Motto des Autofreien Tages. "Fußgänger, Radfahrer, öffentliche Verkehrsmittel und innovative Antriebstechnologien stehen im Vordergrund. "Der Aktionstag soll den Anstoß liefern, die heimatliche Stadt oder das Dorf aus einer ganz neuen Perspektive zu wahrzunehmen", weisen die Organisatoren vom Klimabündnis auch auf den gesellschaftlichen Aspekt dieses Projekts hin: "Und sei es nur ein kurzes Gespräch von Rad zu Rad oder vor dem Einsteigen in den Bus."

Umweltverträgliche Mobilität ist machbar: Drei Viertel aller unserer Wege sind kürzer als 5 km

Kostengünstig, flexibel, effektiv, schnell: Wer in der ersten Jahreshälfte aufgrund der Streiks auf sein Auto verzichtete, entdeckte die Vorzüge, vor allem auch für den Weg zur Arbeit auf "alternative Transportmittel" zurückzugreifen. So auch am Autofreien Tag: War es im Vorjahr noch ein Sonntag und das angepasste Motto "Sanft mobil Freizeit genießen", fällt der Termin heuer auf einen Montag - der erste Tag der Woche, an dem viele wieder zur Arbeit pendeln.

Auf dem Weg zur Arbeit und auch bei vielen anderen Gelegenheiten ist der Griff zum Autoschlüssel nicht immer eine Notwendigkeit. "Drei Viertel unserer Wege sind kürzer als fünf Kilometer und sind ideal für das Radfahren - oder unsere ursprünglichste Art des Vorankommens, das Gehen. Es sind Fortbewegungsarten mit einfach mehr Lebensqualität - die Umwelt wird bewusster wahrgenommen und intensiver erlebt: der Duft beim Vorbeigehen an der Bäckerei, das Hören der Schritte auf den Pflastersteinen, das Lachen der umhertollenden Kinder...

Umweltminister Josef Pröll: "Alternativen zum Auto ausprobieren kann Spaß machen!"

"Gehen, Radfahren, Bus und Bahn bieten Voraussetzungen für eine klimaverträgliche Mobilität", begrüßt Umweltminister Josef Pröll die Aktion. "Alternativen zum Auto ausprobieren kann Spaß machen - und hervorragend präsentiert, initiiert oder realisiert werden können die Lösungsansätze sicherlich am Autofreien Tag und in der Mobilitätswoche."

Start des Schülerwettbewerbs am 22. September

Am Autofreien Tag fällt der Startschuss für den Wettbewerb "SchülerInnen planen Mobilität für die Zukunft". 10-18-jährige SchülerInnen werden eingeladen, bei der Gestaltung ihrer Zukunft mitzureden. Ideen für autofreie Schulwege oder eine autofreie Schulumgebung werden gesucht!

Die Europäische Mobilitätswoche: Bewusstseinsbildung für die "sanfte Art der Fortbewegung"

Schon im Vorfeld des Autofreien Tages wird - heuer das erste mal in Österreich - im Rahmen der Mobilitätswoche Bewusstseinsbildung betrieben und mit großen und kleinen Aktionen (wie z.B. Ausstellungen, Fahrradverleih) auf die Vorteile der sanften Mobilität hingewiesen.

Klimabündnis und Verkehr

Der Großteil der teilnehmenden Gemeinden ist Mitglied im Klimabündnis. Klimabündnisgemeinden haben sich das ambitionierte Ziel gesetzt, den Ausstoß ihrer Treibhausgase halbieren. Gerade im bereich Verkehr steigen diese jedoch noch immer ungebremst an. Maßnahmen dazu sind erforderlich und machbar. Der europaweite Autofreie Tag bietet eine Möglichkeit diese einzuleiten.

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