Kadenbach: Kinder kosten Geld - Politik hat die Aufgabe, mehr zu unterstützen

Bis zu einem Drittel mehr müssen Eltern verdienen, um den selben Lebensstandard halten zu können: Eltern brauchen Unterstützung

St. Pölten (SPI) - "Wenn für ein Kind, laut der aktuellen Wifo-Studie, durchschnittlich 520 Euro pro Monat aufgewendet werden müssen, dann lässt das nur einen Schluss zu: Eltern brauchen mehr Unterstützung. Vor allem für AlleinerzieherInnen kann es zu finanziellen Problemen kommen, daher müssen die Kinderbetreuungsmöglichkeiten dringend verbessert werden, um ein "normales" Erwerbsleben der Eltern zu ermöglichen", so die Landesgeschäftsführerin der SPÖ NÖ, LAbg. Karin Kadenbach in einer ersten Reaktion auf die aktuellen Zahlen einer Wifo-Studie.****

Laut dieser Studie müssen AlleinverdienerInnen mit einem Kind um bis zu einem Drittel mehr verdienen als Singles im gleichen Alter ohne Kind, um den selben Lebensstandard zu erreichen. Auch Paare müssen deutlich mehr verdienen als Paare ohne Kinder, im Durchschnitt um 16,5% bei einem Kind, um 33,8% bei zwei Kindern und sogar um 51,8% bei drei Kindern. In Zahlen würde das bei einem Durchschnittseinkommen von 1593 Euro für einen AlleinverdienerInnenhaushalt eine Einkommenssteigerung von 520 Euro pro Kind und Monat notwenig machen, um den gleichen Lebensstandard zu erreichen, wie kinderlose MitbürgerInnen.

"Diese Verdienstmöglichkeit besteht selbstverständlich nur, wenn beide Elternteile einen Vollerwerbsarbeitsplatz haben. Problematisch ist die Situation selbstverständlich besonders für AlleinerzieherInnen. Wenn Frauen - denn 90 % der Alleinerziehenden sind Frauen - in dieser Situation nur einem Teilzeitjob nachgehen können, ist es vollkommen unmöglich auch nur annähernd jenes Wohlstandsniveau zu erreichen wie dies ohne Kinder möglich wäre. Daher ist es absolut notwendig, dass die Kinderbetreuungseinrichtungen nicht nur weiter ausgebaut werden, sondern vor allem die Öffnungszeiten bedarfsgerecht gestaltet werden. Es kann unmöglich angehen, dass auf der einen Seite die Arbeitszeiten ständig weiter "liberalisiert" werden während auf der anderen Seite die "Rollbalken" zahlreicher Kindergärten und Betreuungseinrichtungen - vor allem im ländlichen Raum - schon zu Mittag heruntergelassen werden. Da hilft es auch nicht, wenn man von der Jugend mehr Bekenntnisse zur Familie und zu Kindern einfordert, ohne gleichzeitig die nötige Infrastruktur anzubieten, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Kind(ern) aber auch gewährleisten", so Kadenbach abschließend. (Schluss) kr

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