Madejski (2): Anlassflächenwidmung bei Volksgarage Hietzing

Wien, 2003-09-18 (fpd) – Von einer neuerlichen Skandal-Flächenwidmung berichtete der Wiener FP-Planungssprecher Dr. Herbert Madejski im weiteren Verlauf seiner Pressekonferenz. Standortstudien für den Bau eine Volksgarage wurden missachtet und zum Nachteil der Bevölkerung seitens des Bezirksvorstehers der Standort Auhofstraße 8 gewählt, um ein Grundstück aufzuwerten. ****

Madejski erklärte, dass über einen Auftrag des Bezirks durch eine Standortstudie ein geeigneter Standort für die Volksgarage in Hietzing gefunden werden sollte. Im Rahmen der Diskussion sprachen sich die Freiheitlichen für ein eingeschossiges Parkdeck mit ca. 150 Stellplätzen über dem Wienfluss und der U-Bahn im Bereich zwischen Hietzinger Kai 1-3 und Steinitzhof aus. Die Vorteile dieses Standortes wären u.a. die Verdrängung des Individualverkehrs aus dem Hietzinger Zentrum, einer geringen Belastung der Bevölkerung in der Bauphase sowie die problemlose Zu- und Abfahrt. Weiters wären keinerlei Baumfällungen notwendig, auch eine Erweiterung im Bedarfsfall kein Problem. Dieser im Juni 2002 eingebrachte Antrag wurde in der zuständigen Planungskommission bis heute nicht behandelt.

Seitens des ÖVP-Bezirksvorstehers wurde plötzlich der völlig ungeeignete Standort Auhofstrasse 8 gewählt, der in der Standortstudie nicht erhalten war. "Vor der Entscheidung für den Standort Auhofstrasse 8 wurde bereits im März 2001 auf dem riesigen Grundstück (Grünland das nicht bebaut werden darf!) einer privaten Firma seitens des Eigentümers Baurecht eingeräumt, die sich auch dazu bereit erklärte neben Wohnhausanlagen und Bürogebäuden auf einem kleinen Teil des Grundstückes eine Volksgarage zu errichten. "Im Rahmen einer neuen Flächenwidmung wird das Grundstück um ein vielfaches wert. Hier handelt es sich um einen klaren Fall von Anlasswidmung durch den Hietzinger VP-Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach zu Lasten der Bevölkerung", zeigte sich Madejski empört.

Die verheerenden Auswirkungen dieses Standortes der Volksgarage für die Hietzinger Bevölkerung sind evident. Das Verkehrsaufkommen im Bereich Auhofstrasse, Dommayergasse, Braunschweiggasse wird sich dramatisch erhöhen. Im Zuge des Volksgaragenprojekts werden die bestehenden Schrägparkplätze in der Auhofstraße durch "Längsparkplätze" ersetzt, wodurch wiederum zahlreiche Stellplätze verloren gehen. Weiters ist zu berücksichtigen, dass durch die geplante Wohnhausanlage und das Bürogebäude mit insgesamt über 250 Garagenplätzen ein zusätzliches Verkehrsaufkommen in der Auhofstraße verursachen wird. "Besonders eigenartig ist in diesem Zusammenhang die Tatsache zu sehen, dass bereits am 24. September die Flächenwidmungsänderung in der Bezirksvertretungssitzung von ÖVP und SPÖ beschlossen wird, obwohl das Einspruchsrecht der Bürger und die Auflagenfrist des Dokuments erst am 9. Oktober endet", so der FP-Planungssprecher.

"Anhand dieser neuerlichen Anlassgesetzgebung zeigt sich wiedereinmal, dass man in Wien aus dem Flächenwidmungsskandal nichts gelernt hat. Weiterhin wird zum groben Nachteil der Bevölkerung seitens der Verantwortlichen Grundstückspekulation betrieben. Wir Freiheitlichen werden jedenfalls weiterhin diese Machenschaften schonungslos aufdecken und mit allen Mitteln bekämpfen", so Madjeski abschließend. (Schluss) lb

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