- 17.09.2003, 09:42:35
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ÖAMTC: Trübe Tage erhöhen das Unfallrisiko durch verminderte Reaktionsfähigkeit und Müdigkeit
Club ruft zu besonders defensiver und vorausschauender Fahrweise im Herbst auf
Wien (ÖAMTC-Presse) - Der Herbst ist im Straßenverkehr eine
gefährliche Jahreszeit: "Die kommenden Monate erfordern von allen
Verkehrsteilnehmern erhöhte Aufmerksamkeit. Die früher einsetzende
Dunkelheit kann bei Autofahrern die Reaktionsfähigkeit verlangsamen
und die Müdigkeit verstärken. Die Gefahr, Fußgänger oder Radfahrer zu
übersehen, nimmt zu", warnt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Roman
Michalek.
Für den Club muss daher das Motto "Sehen und gesehen werden" im
Herbst oberstes Gebot sein: "Beinahe die Hälfte der Unfälle in dieser
Jahreszeit passiert bei Dämmerung und Dunkelheit. Dunkle Jacken und
Mäntel sind ein Unsicherheitsfaktor. Gerade in der dunklen Jahreszeit
bieten helle Farben einen sogenannten Weckreiz für das Auge. Der
Fußgänger wird früher wahrgenommen", weiß Michalek. Besonders zu
empfehlen sind Kleidungsstücke, die mit reflektierendem Material
versehen sind. Der Verkehrssicherheitsexperte des Clubs bringt dazu
ein Beispiel: Ein Fußgänger, der in der Dunkelheit am Straßenrand
unterwegs ist, wird von einem Autofahrer bei Abblendlicht erst auf
eine Entfernung von 30 Metern erkannt. Trägt der Fußgänger eine
Tasche oder ein Kleidungsstück mit reflektierendem Material, kann der
Lenker den Fußgänger bereits ab 150 Meter Entfernung wahrnehmen.
"Speziell Kinder, die allein wegen ihrer Größe leichter zu übersehen
sind, sollten sich durch reflektierende Streifen sichtbar machen",
sagt Michalek.
Auf alle Fälle sollte man als Fußgänger oder Radfahrer bei
Dunkelheit besonders vorsichtig und aufmerksam sein. Gerade bei
Dämmerung oder Dunkelheit, wenn es regnet und nass ist, ist es für
einen Fahrzeuglenker sehr schwer, Verkehrsteilnehmer am Straßenrand
zu erkennen. "Es kommt zu Blendeffekten, die die Wahrnehmung für den
Lenker noch schwieriger machen", weiß der ÖAMTC-Experte.
Der Herbst macht müde und gereizt
Die innere Uhr tickt in der dunklen Jahreszeit anders: Durch die
früher einsetzende Dunkelheit stellt sich der Tagesrhythmus um.
Ermüdung und Nachlassen der Reaktionsfähigkeit sind bei vielen
Menschen die Folge. "Trübe Tage und nasskaltes Wetter führen
allerdings auch zu Reizbarkeit. Daher muss am Steuer gelten: Defensiv
und vorausschauend fahren", appelliert Michalek an die Autofahrer.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger
OTS0041 2003-09-17/09:42
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