"Neues Volksblatt" Kommentar: "Charme" (Von Michaela Ecklbauer)

Ausgabe vom 15. September 2003

Linz (OTS) - Im Frühjahr 2004 steht die Ablöse von Bundespräsident Thomas Klestil an. Als bisher einziger SPÖ-Kandidat wird der Zweite Nationalratspräsident Heinz Fischer genannt. Er will sich aber noch nicht in die Karten schauen lassen. Gut Ding braucht bekanntlich Weile, daher muss seine Entscheidung noch bis Weihnachten "reifen". Den Reifungsprozess beschleunigen würde mit Sicherheit, eine klare Entscheidung der ÖVP. Hier sind drei Kandidaten ernsthaft im Rennen -Erwin Pröll, Benita Ferrero-Waldner und Waltraud Klasnic. Auch wenn da und dort noch abgewogen oder gar abgewunken wird, derzeit ist noch immer alles offen.
Der Vorstoß der Europa-Abgeordneten Marilies Flemming, dass es Zeit wäre für eine Präsidentin, hat aber Charme. Weibliches Geschick und Gespür eröffnen einen ganz anderen Zugang zu heiklen Themen. Nur eine Dame, die derzeit von den Grünen ins Spiel gebracht wird, kann ich mir in diesem Amt nicht vorstellen. Eva Glawischnig ist mit ihren knapp 35 Jahren für den Job noch viel zu jung. Das gilt übrigens auch für einen Mann in diesem für das Bundespräsidentenamt "jugendlichen" Alter.

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