Fischer zur Bundespräsidentenwahl (1): Entscheidung wird Ende Herbst getroffen

Zu langer Wahlkampf hat keinen Sinn - Amt soll mit neuem Leben und neuen Akzenten erfüllt werden

Wien (SK) "Der erste Wahlgang zur Bundespräsidentenwahl wird
im April 2004 stattfinden. Es wäre verfehlt zu früh, anzugeben, wer Kandidat ist", sagte der zweite Nationalratspräsident und stellvertretender SPÖ-Vorsitzender Heinz Fischer Sonntag in der ORF-Pressestunde. Wie jede wichtige Entscheidung müsse auch die Entscheidung, ob man zur Bundespräsidentenwahl antritt, gut reifen. Bis Mitte kommendes Jahres sei außerdem Bundespräsident Klestil noch im Amt. Fischer geht davon aus, dass Ende Herbst die Entscheidung darüber, wer zur Wahl dieses Amtes antritt, getroffen werde und zwar von allen Parteien "ungefähr zur gleichen Zeit". ****

Zudem müsste abgewartet werden, bis sich die Vorschlagsberechtigten, das sind die demokratischen Parteien, entschieden haben, ob sie einen Kandidaten und welchen Kandidaten sie aufstellen, betonte Fischer. Es habe keinen Sinn, einen zu langen Wahlkampf zu führen. Selbstverständlich müsse man sich auch selbst entscheiden, und für ihn sei es legitim zu sagen, er habe bereits sehr viel für die politische Familie geleistet, so Fischer. Ob er selbst antreten werde, hänge auch von der innenpolitischen Entwicklung ab. Zum niederösterreichischen Landeshauptmann Pröll, der sich bereits im September entscheiden wolle, ob er für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert, sagte Fischer, dass eine derartige Entscheidung bloß den Kandidatenkreis einschränken würde, es wäre aber noch keine Vorentscheidung.

Zur Amtsauslegung des nächsten Bundespräsidenten sagte Fischer, dass er ein eigenes Profil entwickeln müsse, dem größtmögliche moralische Autorität zukommt. Dafür könne man selbstverständlich unterschiedliche Zugänge finden. Der zweite Nationalratspräsident geht davon aus, dass im kommenden Jahr in der Geschichte der Bundespräsidenten ein neues Blatt aufgeschlagen wird. Das Amt sei mit neuem Leben und neuen Akzenten zu erfüllen, so Fischer. (Forts.) ns

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002