SJÖ: Weg mit dem fliegenden Schrott

Öffentliche Lehrwerkstätten statt sündteures Kriegsspielzeug

Wien (SK) Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), forderte am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ den Stopp des Eurofighter-Kaufs. Laut dem deutschen Rechnungshofbericht hat der Eurofighter starke technische Mängel. Unter anderem wird darin der Produktionsstopp des Flugzeugs gefordert. "Meine Kritik bezieht sich im Kern nicht auf die Leistungsmängel des Flugzeugs. Es gibt kaum eine unsinnigere Beschaffung als die der Abfangjäger. Der Rechnungshofbericht belegt allerdings, dass die Bundesregierung im Beschaffungsverfahren grob fahrlässig gehandelt hat. Diese Flugzeuge sind nicht nur vollkommen unnötig, sondern auch Schrott", so Kollross. ****

In dem Rechnungshofbericht wird auch vor einer drohenden Betriebskostenexplosion gewarnt. Ein Grund mehr für Kollross, darauf hinzuweisen, dass das Geld für die Abfangjäger weitaus sinnvoller verwendet werden kann: "Wir haben 10.000 Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen. Wir fordern, dass das Geld in die Errichtung öffentlicher Lehrwerkstätten investiert wird, anstatt in fliegende Zeitbomben, von denen kein Mensch weiß, wann sie ihm auf den Kopf fallen. Die Bundesregierung sollte die Gelegenheit nutzen und aus dem Vertrag aussteigen."

Nachdem die Gegengeschäfte, von denen die ArbeitnehmerInnen ohnehin keinen Groschen gesehen hätten, sich nun ebenso als Flop erwiesen haben, sind für Kollross nun auch den Eurofighter-BefürworterInnen die Argumente ausgegangen. "Anstatt das Geld der SteuerzahlerInnen aus dem Fenster zu werfen, sollte diese Bundesregierung zum ersten Mal seit ihrem Bestehen etwas Sinnvolles tun. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt und die Lehrstellen gehen zurück. Politik muss Prioritäten setzen. Abfangjäger bieten der arbeitslosen Jugend keine Perspektive. Öffentliche Lehrwerkstätten jedoch schon", so Kollross abschließend. (Schluss) cs/mm

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