Gehrer: Erfolgskonzept der Europäischen Hochschulkooperation

Netzwerke unter den Kleinen und strategische Allianzen mit den Großen nützen

Wien (OTS) - Anlässlich der gestrigen Eröffnung der 15. Jahreskonferenz der Europäischen Vereinigung für Hochschulzusammenarbeit (EAIE) in Wien, unterstrich Bildungsministerin Elisabeth Gehrer die Bedeutung von Kooperationen und Netzwerken für die österreichischen und europäischen Hochschulen im internationalen Wettbewerb.

"Die internationale Kooperation ist ein wichtiger Faktor in der Hochschulprofilierung", so Gehrer. In den 15 Jahren seit der Gründung der EAIE (European Association for International Education) habe sich nicht nur eine völlig neue politische Geographie unseres Kontinents herausgebildet, es haben sich auch die Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung radikal verändert. "Informationstechnologien, lebensbegleitendes Lernen, das Werben um in- und ausländische Studierende sowie die Zunahme kommerzieller Anbieter bringen Bewegung in die innerstaatliche und internationale Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen. Diese Faktoren sind mittlerweile auch wichtige Bestandteile, die in den Strategien der Hochschulen vermehrt berücksichtigt würden. Für Österreichs Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Akademien sind europäischen Bildungs- und Forschungsprogramme genauso wie bilaterale und multilaterale Initiativen wichtige Wegbereiter für eine höhere Konkurrenzfähigkeit und eine bessere Positionierung Europas. "Dank der Kooperationsinteressen unserer internationalen Partner absolvieren mittlerweile bereits 30 Prozent der Absolventinnen und Absolventen der heimischen Institutionen Studienaufenthalte im Ausland", zeigt sich Gehrer erfreut.

Eine Woche vor der Konferenz der europäischen Bildungsminister in Berlin zur Weiterführung des so genannten "Bologna-Prozesses" zur Schaffung des europäischen Hochschulraumes sei die EAIE-Jahrestagung für die teilnehmenden Institutionen wichtig sowohl zur Standortbestimmung als auch zur Herausbildung von Strategien zur Weiterentwicklung. In Workshops und Vorträgen behandeln Expertinnen Experten aus mehr als 60 Ländern aktuelle Themen internationaler Bildungskooperation und machen so die Tagung für die rund 2000 Teilnehmer zu einem "Marktplatz der Ideen". Hochschuleinrichtungen sowie einschlägige Betreuungsorganisationen auf dem Sektor Bildungsmobilität wie der Österreichische Austauschdienst (ÖAD), Länderschwerpunkte wie die baltischen Länder, die Türkei, Korea oder Japan sowie verschiedene Generaldirektionen der Europäischen Kommission werden im Rahmen des so genannten "Information Market" präsentiert. Über die Konferenz-Homepage www.eaie.nl/conf2003 <www.eaie.nl/conf2003> sind viele Referate und Beiträge auch über das Internet allgemein zugänglich.

Die EAIE ist vor 15 Jahren in Amsterdam gegründet worden, um die Professionalisierung und Netzwerkbildung in der internationalen Hochschulkooperation zu fördern und zu entwickeln. Die österreichische Beteiligung hat sich über die Jahre hindurch kontinuierlich weiterentwickelt. Als Höhepunkt dieses Engagements ist nunmehr heuer Österreich erstmals Austragungsort der europaweit größten Fachkonferenz für das gesamte tertiäre Bildungswesen.

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