GdG-Jugend: Drogenkontrollen an Schulkindern sind Schwachsinn!

Unsinnige FP-Forderung stärkt Schulärzte nicht - Keine Kriminalisierung von Jugendlichen - Aufklärungskampagne gefordert

Wien (GdG/ÖGB). "Zuerst haben wir an einen schlechten Scherz geglaubt. Dann wurde uns klar, dass der Mann das offensichtlich ernst meint." So kommentierte der Vorsitzende der Jugend der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Bernhard Stoik, am Freitag die Forderung des Salzburger FP-Vorsitzenden Karl Schnell nach regelmäßigen Drogenkontrollen bei 10-Jährigen SchülerInnen durch den Schularzt. Stoik: "Kinder und Jugendliche dürfen nicht kriminalisiert werden!"++++

Durch unangekündigte Drogentests an Kindern und Jugendlichen ab dem zehnten Lebensjahr soll laut Schnell die "Kompetenz der Schulärzte aufgewertet" werden. Für Stoik eine völlig unsinnige Maßnahme: "Uns als GdG-Jugend erscheint es wesentlich wichtiger, die Schuluntersuchung besser, häufiger und qualifizierter durchführen zu lassen, um die Kompetenz der Schulärzte zu stärken." Die Erziehung liege immer noch bei den Eltern oder Erziehungsberechtigen, nicht bei Lehrern und Schulpädagogen, die hier nur unterstützen können.

Statt Jugendliche bereits in frühem Alter zu kriminalisieren, fordert die GdG-Jugend nun eine Aufklärungskampagne an den österreichischen Schulen gegen den Missbrauch von Drogen. Stoik: "Da wir uns mit diesem Thema nicht erst seit gestern beschäftigen, sondern bereits seit Jahren Aufklärungsarbeit und Seminare zu diesem Thema anbieten, wissen wir um die Problematik Bescheid." Das Motto der GdG-Jugend zum Thema Drogenmissrauch laute auch weiterhin "Prävention statt Strafe".

ÖGB, 12. September 2003
Nr. 745

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