Baier (KPÖ): 11. September ist ein Jahrestag der neoliberalen Gewalt

Wien (OTS) - Der 11. September ist nicht nur der - von der Bush-Regierung martialisch aufgeladene - Jahrestag des Terroranschlages auf das World Trade Center. Vor 30 Jahren, am 11. September 1973, fand der Militärputsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Chiles, Salvador Allende und der Regierung der Unidad Popular statt, der von den USA finanziert und angeleitet wurde.

"Der Putsch der Militärs gegen die demokratische Regierung, die mit friedlichen Mitteln ein sozial gerechteres Chile anstrebte und dazu tiefgreifende Reformen durchführte, zeigte drastisch, wie weit das in und ausländische Kapital zu gehen bereit ist, um alle den Profitinteressen entgegenstehende Politikansätze gegebenfalls auch gewaltsam auszumerzen", so KPÖ-Vorsitzender Walter Baier. Die sozialen und ökonomischen Reformen der Regierung der Unidad Popular stellten auch heute einen gültigen gesellschaftspolitischen Maßstab für Alternativen zum neoliberalen Kapitalismus dar.

Baier: "Es ist bezeichnend, dass mit dem faschistischen Putsch in Chile die weltweite Durchsetzung des heute herrschenden neoliberalen Modells des Kapitalismus begann."

Baier würdigte die unmittelbar nach dem Putsch in Österreich entstandene Chilesolidaritätsfront, die über viele Jahre hinweg die Solidarität mit dem Widerstand und die Hilfe für die Flüchtlinge organisierte und in der KommunistInnen, SozialistInnen und christliche Gruppen zusammenarbeiteten. Diese auch internationale Solidaritätsbewegung sei auch heute ein Vorbild antifaschistischer und antiimperialistischer Solidaritätsbewegung, eine Einheit, die sich heute - in anderer Form - in der globalisierungskritischen Bewegung wiederfinde. "Wenn sich heute der Protest der globalisierungskritischen Bewegung gegen Krieg und Gewalt und gegen die rücksichtslose Durchsetzung der neoliberalen Dogmen auf allen Ebenen richtet, dann haben wir die zentrale Botschaft des 11. Septembers 1973 verstanden." so Baier abschließend.

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