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Ungarns historische Weinregionen Szekszárd

Wien (OTS) - Die Weinbauregion Szekszárd im südungarischen Komitat Tolna ist geprägt von einer markanten Hügellandschaft, an deren südlichen und östlichen Abhängen der gehaltvolle Rotwein heranwächst. Die Meereskalk- und Sandsteinböden sind von einer dicken Schicht Löß bedeckt, über der sich Kies, Lehm und Ton abgelagert haben. Szekszárd ist vor allem ein Rotweingebiet. Die wenigen Weißweinsorten wie Welschriesling und Chardonnay spielen eine untergeordnete Rolle.

Die körperreichen Rotweine zeichnen sich durch hohen Säuregehalt, insbesondere einen hohen Anteil an natürlicher Gerbsäure, und ihren unverwechselbaren Geschmack, der durch die lange Maischegärung mit Beerenschalen entsteht, aus. Dies bewirkt auch die tiefrote, fast schwarze Farbe. Die wichtigsten Sorten sind Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Blaufränkisch und Merlot, seltener Zweigelt und Blauer Portugieser. In den letzten Jahren wurden auch erfolgreich frische Roséweine gekeltert, wie die roten mit hohem Alkoholgehalt. Obwohl erst seit kurzem wieder vereinzelt kultiviert, verdankt das Weingebiet von Szekszárd ihren Ruhm einer besonderen Rebsorte, dem Kadarka, aus der ein schöner, rubinroter Wein gekeltert wird. Er ist auch eine der Grundlagen für das berühmte "Szekszárder Stierblut", einem Cuvée aus verschiedenen Rotweinsorten, der unter anderem Franz Schubert zum Komponieren seiner "Forellenquintetts" angeregt haben soll.

Die Rotweine aus Szekszárd sind in vielem mit jenen aus Villány zu vergleichen und zählen international zu den am häufigsten ausgezeichneten Sorten des "ungarischen Burgunders".
In erster Linie ist das Gebiet um Szekszárd ein Naturparadies ersten Ranges. Der Gemencer Wald ist ein Teil des Donau-Drau-Nationalparks und kann sich einer wunderbaren Flora und Fauna rühmen. Im größten Auwald Mitteleuropas, auf dem Überschwemmungsgebiet zwischen den Deichen und der Donau, sind seltene geschützte Vogelarten wie Schwarzstorch, Würgfalke, See- und Schreiadler heimisch. Die Sümpfe und die schilfbedeckten Teile des Überschwemmungsgebietes bieten Reihern und Löfflern einen idealen Lebensraum. Die 35 km lange Strecke durch das Wildreservat kann man mit der Waldkleinbahn oder mit einem Promenadenschiff auf einem toten Donauarm befahren.
Das "kleine Komitat mit den tausend Gesichtern" bietet aber auch eine große Vielfalt an verschiedenen ethnischen Gruppen und damit verbunden einem bemerkenswerten Reichtum an Bräuchen, Volkskultur, Handwerk, Architektur, und nicht zuletzt Gastronomie.
Die Komitatshauptstadt Szekszárd am Schnittpunkt des transdanubischen Hügellandes und der Tiefebene war aufgrund ihrer günstigen Lage schon unter den Römern als Alisca bekannt. Der König Béla I. ließ hier eine Benediktinerabtei mit Kirche und Kloster erbauen, deren Überreste noch heute im Hof des Komitatshauses zu sehen sind. Das "Große Dorf" erhielt 1905 das Stadtrecht, der berühmteste Sohn der Stadt ist Mihály Babits, einer der größten ungarischen Dichter des 20. Jahrhunderts.

Seit kurzem gibt es eine weitere "süße" Attraktion, das Lebkuchenmuseum der Familie Petrits. Die Honigkuchenmacher-Dynastie erzeugt seit 1825 als Familienbetrieb neben Lebkuchen auch Bonbons und handgefertigte Kerzen. Im neuen Museum kann man unter dem Motto "Honigsüße Erinnerungen" alte Gerätschaften, Models und Schablonen bewundern, aber auch die Geschichte der Familie nachlesen. Schleckermäulchen können in der angeschlossenen Konditorei die süßen Produkte auch verkosten.

Informationen: Touristikbüro des Komitates Tolna. H-7100 Szekszárd, Bajcsy-Zsilinszky u. 7. Tel./Fax: 0036/74/412-082, turi@tmamk.hu, ´http://www.tmamk.hu

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