Niederwiesers Appell an Gehrer: Erwachsenenbildung darf kein Stiefkind bleiben!

Neue Finanzierungsformen zur Sicherung der Weiterbildung gefordert

Wien (SK) SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser forderte angesichts der kommenden Info-Tage für Weiterbildung 2003 Bildungsministerin Gehrer auf, sich endlich des wichtigen Themas Erwachsenenbildung zu widmen und rasch darzulegen, welche Verbesserungen geplant sind. Jüngste Aussagen aus der ÖVP zu dem Thema, etwa von JVP-Fuhrmann, die behauptet hatte, dass es bei der Erwachsenenbildung nicht Kürzungen, sondern Erhöhungen gäbe und die damit Weihbischof Krätzl, der die Kürzungen als 'unverantwortlich' bezeichnet hatte, der Lüge bezichtigt, würden allerdings wenig hoffnungsfroh stimmen, so Niederwieser Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Faktum sei, dass die Mittel für Erwachsenenbildung um rund ein Drittel gekürzt wurden; ins Treffen geführte EU-Mittel würden nur neue Projekte betreffen und seien lediglich eine Ko-Finanzierung. Im übrigen könne Österreich bei vielen EU-Projekten auch gar nicht mitmachen, weil der österreichische Anteil des Bundes drastisch gekürzt wurde.

Der SPÖ-Bildungssprecher plädiert für neue, gemischte Finanzierungsformen. So sollten erstens Unternehmen stärker in die Weiterbildung investieren. Zweitens müssten Anreize für eine private Vorsorge für Weiterbildung geschaffen werden. Die SPÖ habe diesbezüglich das Modell der Bildungsprämie bereits präsentiert. "Die Regierung schweigt aber immer noch dazu, weil sie lieber nichts tut, als einen Vorschlag der Opposition aufzugreifen", so Niederwieser. Drittens müsse sich der Bund im Zeitalter der Weiterbildung seiner Verantwortung bewusst sein und dürfe nicht auch noch die Budgets dafür kürzen.

Der SPÖ-Bildungssprecher schlägt außerdem vor, einmal alle Mittel von Bund, Ländern und Gemeinden zu erfassen, damit man weiß, wie viel Geld es gibt. "Allerdings habe ich bei diesem Ministerium keine große Hoffnung, dass dies geschieht, dieses weiß ja nicht einmal die einfachsten Zahlen zur Erwachsenenbildung", so Niederwieser, der abschließend noch einmal Gehrer aufforderte, anlässlich der Info-Tage zur Weiterbildung nicht nur zu "vertuschen und schönzufärben", sondern konkrete Verbesserungsvorschläge zu präsentieren. "Den Überraschungseffekt hätte sie auf ihrer Seite." (Schluss) cs

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