Reform der Exekutive: Scharfe Kritik der SPÖ-Kärnten

Ambrozy: Zusammenlegung der Bezirkskommanden in Feldkirchen und Hermagor ist ein weiterer Schritt der Zerstörung der Sicherheit und Infrastruktur im ländlichen Raum

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik am Vorhaben von Innenminister Ernst Strasser die Bezirkskommanden der Gendarmerie in Hermagor und Feldkirchen zu schließen, übte am Donnerstag die SPÖ-Kärnten. Parteivorsitzender LHStv. Peter Ambrozy bezeichnete die Vorhaben Strassers als "unverantwortbar" und als "Schlag gegen die Sicherheit der Feldkirchner und Hermagorer und als weiteren radikalen Schritt der Zerstörung der Sicherheit und Infrastruktur im ländlichen Raum". "Mit der Bekanntgabe der Schließungen in Hermagor und Feldkirchen wird bestätigt, dass unsere laufenden Warnungen vor weiteren Kaputtsparmaßnahmen im Sicherheitsbereich begründet waren, dabei müsste die Sicherheit der Bevölkerung in Kärnten Priorität haben", dazu Ambrozy, der eine SPÖ-Initiative im Kärntner Landtag ankündigte.

Der Feldkirchner Bürgermeister Robert Strießnig protestierte auf das Schärfste gegen die Schließungen der Gendarmeriekommanden. "Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf Sicherheit. Die Vorhaben des Innenministers sind eindeutig ein Schlag ins Gesicht der Feldkirchnerinnen und Feldkirchner", so Strießnig, der ankündigte die Pläne Strassers scharf zu bekämpfen.

Bürgermeister Vinzenz Rauscher bezeichnete die bevorstehende Schließung in Hermagor wörtlich als "Wahnsinn". "Hermagor ist ein weitläufiger Bezirk, eine Zusammenlegung mit Villach-Land ist unverantwortbar und nicht praktikabel ohne, dass die Sicherheit der Bevölkerung massiv gefährdet ist", sagte Rauscher.

Der Sicherheitssprecher der SPÖ im Kärntner Landtag, LAbg. Rudolf Schober, warf Landeshauptmann Haider vor, sich in der FPÖ nicht durchzusetzen und zuzuschauen, wie der blauschwarze Totalschlag gegen die Exekutive Schritt für Schritt vollzogen werde. "Ich bin mir nicht einmal sicher, ob Haider nicht mit Schüssel wieder etwas ausgepackelt hat. Immerhin ist Kärnten Haiders zweite Wahl und so unwichtig, wie er unser Bundesland nimmt, so unwichtig dürfte dem Kärntner Landeshauptmann wohl auch die Sicherheit unserer Kärntnerinnen und Kärntner sein", schloss Schober. (Schluss)

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