Alte Schmiede mit neuem Hammer

Wien (OTS) - Ein Hammer ziert ab sofort das Logo der Alten
Schmiede: Symbol für den Ort, aber auch für den Aufbruch zu neuen Taten. Zugleich soll der insgesamt neue Auftritt, der alle Publikationen des Hauses prägt, ein einheitliches Bild und Identität für die Aktivitäten des Kunstvereins Wien-Alte Schmiede vermitteln. In einem Pressegespräch am Donnerstag stellte Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny mit dem Team um Dr. Peter Hagen und Walter Famler in der Schmiedewerkstatt Schwerpunkte des umfangreichen Herbst- und Frühlingsprogramms vor. Wien habe hier, so der Stadtrat -sehr klein, aber auch sehr fein - eine erste Adresse für anspruchsvolle zeitgenössische Literatur, Musik und bildenden Kunst. Das neue Führungsduo, seit neun Monaten im Amt, will in Zukunft Bewährtes fortführen und neue Akzente setzen: die Schmiedewerkstatt für verschiedene Veranstaltungen nutzen, die verschiedenen Programme in einen deutlicheren Zusammenhang stellen und die Öffnung des Diskurses über die Grenzen Österreichs hinaustragen, primär nach Osteuropa, aber auch in die ganze Welt.****

Ein Schwerpunkt in diesem Sinn innerhalb des reichhaltigen und vielfältigen Programms ist die "Literatur im Herbst" in der Österreichischen Nationalbibliothek vom 7. bis 9. November, bei der sich die slowenische Literatur mit Dichtern wie Drago Jancar oder Lojze Kovacic in Wien präsentiert. Im Rahmen des Autorinnenlabors stellt Marie-Thérèse Kerschbaumer im Herbst ihr Buch "Arkadien/Apologie" vor, eine Dokumentation des gleichnamigen AutorInnenlabors 2001/2002, eines von insgesamt 77 Büchern, die bisher aus dem Literaturprogramm der Schmiede hervorgegangen sind.

Im Rahmen der Autorenprojekte hat sich Martin Prinz unter dem Titel "Verwischte Spuren" die Relektüre verdeckter Literatur zum Ziel gesetzt. Geplant sind drei Abende im November dieses Jahres und im Frühjahr 2004, die Ernst Nowak, Franz Weinzettel und Ivan Cankar gelten. Wolfgang Schlüter versucht, andere Autoren zu Texten in Zusammenhang mit weitgehend unbekannten Musikstücken zu animieren. Die Ergebnisse sind 2004 zu hören. Fortgesetzt wird die Zusammenarbeit mit den Schulen mit der Sonderveranstaltungsreihe "AG Germanistik": Schüler begegnen Gegenwartsautoren. Der 5 Jahre alte "Club Poetique" nimmt sich wieder der Lyrik an, unter anderem mit Abenden von Ilse Aichinger und Gerhard Kofler.

Die Musikwerkstatt der Schmiede bietet rund 120 Veranstaltungen im Jahr, die vor allem der "musikalischen Zukunft" verpflichtet sind. Ein großes Exil-Projekt, das vor allem "Zusammenhänge erklären" will, beschäftigt sich mit der "Vertreibung des Geistes", wobei neben der Musik auch der Tanz eingebunden ist. "Music Austria 2003" stellt Neues aus Österreich vor, "Music International" zeitgenössische Musik vor allem aus Übersee, die Zusammenarbeit mit "Wien Modern" wird mit der Reihe "Interpretationen" fortgesetzt, Klänge rund um die Ostsee präsentiert die "Musik der weißen Nächte", eine Reihe weiterer Zyklen wie "Frauenklang" komplettieren das Angebot.

Die Saison der vom Kunstverein Wien ausgerichteten Orgelkonzerte startet am 18. Oktober in der Dominikanerkirche, im Rahmen der "Kinderwerkstatt" gibt es Musik und Literatur für das junge und jüngste Publikum, wobei die "Kinder Musik Wochen" vom Februar bis April und die "Literatur für junge Leser" vom 25. bis 31. März Schwerpunkte bilden. International anerkannte Kindertheaterproduktionen soll das "Jugend- und Kindermusikfestival" nach Wien bringen.

Die Artothek mit einem Bestand von 1200 Originalgrafiken bietet die Möglichkeit, gegen eine Gebühr von zwei Euro im Monat Bilder zu entlehnen. Bis zu drei Bilder können bis zu zwölf Monaten ausgeborgt werden. Zugleich haben junge Künstler in der Förderungsgalerie ein Forum für die Präsentation ihrer Werke. Die Schmiedewerkstatt soll für Lesungen und andere Veranstaltungen genutzt werden, aber auch an die Abhaltung von Schmiedekursen in der einzigartigen Werkstätte ist gedacht.

o Weitere Informationen: Tel.: 512 93 29 http://www.alte-schmiede.at/

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