Widerstand Kärntens gegen Postbus-Verkauf zeigt ersten Erfolg

LR Dörfler: Landeshauptleutekonferenz soll Länderinteressen wahren

Klagenfurt (LPD) - Im Zusammenhang mit der Kartellgerichtsentscheidung über den Verkauf der Postbus AG an die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hat es in Kärnten heftigen Widerstand gegeben. Nun will sich die Konferenz der Landeshauptleute mit dem Thema befassen.

Der gemeinsame Vorstoß von Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider und Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler, der durch einen einstimmigen und parteiübergreifenden Beschluss der Kärntner Landesregierung untermauert und auch länderübergreifend von Salzburgs Verkehrslandesrat Walter Blachfellner unterstützt wurde, hat nun zu einem ersten Erfolg geführt. Wie Dörfler mitteilt, werde der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa, zum Thema Postbus-Verkauf eine Länderkonferenz einberufen. Das habe van Staa laut Dörfler heute LH Haider gegenüber mitteilte.

Wie Dörfler dazu betonte, hätten die Länder in der LH-Konferenz die Möglichkeit, ihre Position zu diesem Thema darzustellen und zu diskutieren. Damit könne sichergestellt werden, dass die Länderinteressen gewahrt blieben. Ziel sei ein geeintes Vorgehen der Länder.

Dörfler kritisierte neuerlich den geplanten Verkauf der Postbus AG an die ÖBB. Bei einer derartige Entscheidung, die zu einer Monopolstellung der Bahn führen würde, müsse mit massiven Verteuerungen der Angebote im Busverkehr gerechnet werden. Darüber hinaus "würde bei dem Verkauf Volkvermögen verschleudert werden", sagte Dörfler.
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