Cap fordert sofortigen Ausstieg aus Eurofighter-Deal Eurofighter-Skandal nimmt immer größere Ausmaße an

Wien (SK) Wenn der "FORMAT"-Bericht zutrifft, dass der
deutsche Bundesrechnungshof in seinem Prüfbericht wegen der schweren Mängel des Eurofighters sogar den Stopp der Produktion dieses Flugzeuges empfiehlt, erhält der Eurofighter-Skandal eine neue Dimension, stellte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. Österreich würde mit dem Eurofighter ein Flugzeug bekommen, dass laut deutschem Rechnungshof sogar gebrauchten russischen MIG 29 Fliegern unterlegen ist, die Polen soeben zum Stückpreis von einem Euro erwirbt. Cap forderte daher den sofortigen Rücktritt von Finanzminister Grasser und Verteidigungsminister Platter als Hauptverantwortliche für dieses Beschaffungsdesaster. Bundeskanzler Schüssel forderte Cap auf, für einen sofortigen Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag zu sorgen. ****

Immer mehr stelle sich, so Cap, neben der Frage wozu Österreich überhaupt Kampfflugzeuge benötigt, die entscheidende Frage, warum diese Regierung um jeden Preis und entgegen aller Warnungen und Bedenken von Experten unbedingt am Eurofighter-Deal festhält. Der Eurofighter sei in Anschaffung und Betrieb das teuerste Flugzeug, er sei ein unerprobtes Flugzeug und er weist, wie sich nun zeige, schwere und gefährliche Mängel, die ihn die Hälfte des Jahres nicht einsatzfähig machen, auf. Mit den dubiosen, angeblichen Gegengeschäften befasst sich der Rechnungshof. "Die Anschaffung der Eurofighter stand am Anfang der Wiederauflage der schwarz-blauen Koalition. Es könne sein, dass der Eurofighter-Deal auch zu ihrem Ende führt," Cap. (Schluss) up/mm

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