Brosz: Gehrer wandelt auf Orwells Pfaden

Kontrolle der SchülerInnen mit Sicherheitstechniken aus Hochsicherheitsbereichen

Wien (OTS) "Bildungsministerin Gehrer beweist mit Ihrem Plan, den Schulalltag künftig mittels Chipkarte abwickeln zu wollen, einmal mehr ihre Unsensibilität in Fragen des Datenschutzes. Schon beim Bildungsdokumentationsgesetz war Gehrer trotz massivster Bedenken von Datenschützern nicht davon zu überzeugen, dass die Speicherung sensibler bildungspolitischer Daten über 60 Jahre zu Missbrauch führen kann," so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

Mit der Chipkarte soll die Zutrittskontrolle zur Lehrsälen und Labors, das Entlehnen von Büchern genau so abgewickelt werden, wie die Protokollierung des Schulalltags und die Führung eines elektronischen Klassenbuchs. "Unter dem Aspekt der Verwaltungsvereinfachung wird Schritt für Schritt der Weg zum gläsernen Menschen geebnet. Wenn am Beginn einer neuen Lehrer-Schüler-Beziehung die LehrerInnen Zugang zu diesen Daten bekommen, werden sie sich zwangsläufig ein Bild über die SchülerInnen machen, anstatt offen und unvoreingenommen auf sie zuzugehen," so Brosz weiter.

"Anstatt eine Atmosphäre von Offenheit und Vertrauen zu schaffen, wird eine lebendige Lernatmosphäre zu einem technischen Vorgang reduziert. Die Ankündigung, die Karte offen tragen zu müssen oder ansonsten heimgeschickt zu werden, ist völlig jenseitig. Gehrer wäre gut beraten, ihr Bild der Schule der Zukunft gründlich zu überdenken", so Brosz abschließend

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