Die Voest langfristig sichern

Voest-Betriebsräte beim Bundespräsidenten in der Hofburg

Wien (OTS) - Bundespräsident Thomas Klestil empfing heute eine Delegation der Betriebsräte der Voestalpine AG, die ihm die Sorgen der rd. 14.500 Belegschaftsmitglieder des Unternehmens erläuterte. Nach Auffassung der Betriebsräte könne nur ein Kernaktionär im öffentlichen Eigentum die Voestalpine längerfristig als österreichischen Leitbetrieb garantieren.
Bundespräsident Klestil erläuterte seinerseits den Belegschaftsvertretern seine Auffassung, die er in den letzten Tagen auch verschiedenen Gesprächspartnern gegenüber zum Ausdruck gebracht habe.
Die Voestalpine stelle, so der Bundespräsident, seit vielen Jahrzehnten ein wichtiges Symbol des österreichischen Wiederaufbaus dar und müsse daher als heute überaus erfolgreiches Unternehmen langfristig gesichert werden. Nur so könnten auch die Arbeitsplätze in den oberösterreichischen, steirischen und niederösterreichischen Standorten garantiert werden. Aus diesem Grund sollten die Privatisierungspläne nicht unter Zeitdruck, sondern nachhaltig erfolgen. Weiters vertrat der Bundespräsident gegenüber den Betriebsräten den Standpunkt, dass für ihn - wie für viele Österreicher - die Voestalpine auch weiterhin ein Referenz-Beispiel für die technologische Leistungskraft der österreichischen Industrie auf den internationalen Märkten darstellen müsse.
Der Bundespräsident sagte den Betriebsräten zu, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür einzusetzen, dass diese Gesichtspunkte - und nicht vornehmlich budgetpolitische - den Ausschlag für die Beschlüsse in den kommenden Tagen bilden sollten.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Präsidentschaftskanzlei
Presse und Informationsdienst
Tel.: (++43-1) 53422 230

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BPK0003