Pittermann legt Maßnahmenkatalog vor

Unregelmäßigkeiten werden überprüft

Wien (OTS) - Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann legte heute ein Maßnahmenpaket zur geriatrischen Versorgung in Wien vor:

o Lückenlose Aufklärung

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Kontrollamt überprüfen die vorgefallenen Unregelmäßigkeiten. Der gesamte geriatrische Versorgungsbereich der Stadt Wien wird hinsichtlich Struktur und Qualität überprüft. Der Ist-Zustand wird aufgenommen, Verbesserungspotentiale aufgezeigt.

o Bauliche Verbesserungen werden rascher durchgeführt

Die Bausubstanz der Wiener Spitäler und Geriatriezentren wird so rasch wie möglich verbessert. Dabei soll der Einsatz von alternativen Finanzierungsmethoden geprüft werden. Schritt für Schritt sollen die bestehenden Achtbett-Zimmer kleineren Strukturen weichen.

o Ein unabhängiger Ombudsmann wird eingesetzt

Ein weisungsfreier Ombudsmann wird als erste Ansprechstelle für PatientInnen, Angehörige und Pflegepersonal fungieren.

o Die Rechte der PatientInnen werden verbessert

Der Entwurf des Wiener Pflegeheimgesetzes wird derzeit überarbeitet und soll nächstes Jahr in Kraft treten. Die Rechte der HeimbewohnerInnen werden gestärkt. Verbindliche Standards in Pflege und Ausstattung von Geriatriezentren werden festgeschrieben und sind auch verwaltungsrechtlich verfolgbar. Das Wiener Pflegeheimgesetz wird den Betrieb von Heimen regeln.

Weiters wird in diesem Wiener Landesgesetz normiert werden, dass der Rechtsträger eines Heimes im Rahmen der Organisation Maßnahmen der Qualitätssicherung vorzusehen hat. Der Rechtsträger eines Heimes hat schließlich die Verantwortung für die Qualität seiner Leistungen. In Zukunft ist eine periodische Aufsicht durch die Magistratsabteilung 15 vorgesehen, wobei die Rechte und Interessen der Heimbewohner im Mittelpunkt stehen.

o Verstärkte Kontrollen durch die Aufsichtsbehörde

Die Magistratsabteilungen 15 bzw. 47 werden in Zukunft verstärkt Kontrollen der öffentlichen und privaten Pflegeeinrichtungen vornehmen.

o Behebung der Personalnot

Die Anstrengungen, offene Dienstposten zu besetzen werden, verstärkt.

Derzeit schon möglich:

o Verstärkte Supervision

Die bestehenden Supervisions-Angebote werden ausgebaut. Dies dient der Entlastung der betroffenen MitarbeiterInnen und der Erhöhung der Betreuungsqualität. (Schluss) rog

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