Grünewald: Ohne Forschungsoffensive droht Abwanderung der Grundlagenforschung

Forschungsförderungsfonds sollen in international vergleichbarer Höhe budgetiert werden

Wien (OTS) Der Grüne Wissenschaftssprecher, Kurt Grünewald, fordert neuerlich die Bundesregierung dazu auf, eine Forschungsoffensive zu starten und den Forschungsförderungsfonds Mittel entsprechend den EU-Standards zur Verfügung zu stellen. Er unterstützt damit die heute präsentierten Anliegen des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) sowie namhafter österreichischer Forscherinnen und Forscher nach einer besseren Budgetierung der heimischen Wissenschaft.

"Wer die Grundlagenforschung stiefmütterlich behandelt, wird sie in Zukunft im Ausland suchen müssen! Die Folgen davon sind mittelfristig katastrophal für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich. Die Regierung muss aufpassen, dass die österreichische Forschung nicht hinter die internationale Konkurrenz zurückfällt", warnte Grünewald. Exzellente Grundlagenforschung sei Voraussetzung für Innovationen in der Wirtschaft. Diese wiederum seien unverzichtbar für die Sicherung des Wohlstands. Das größte Problem an der von der Bundesregierung verschuldeten Forschungsbudgetmisere sei daher, dass die in Österreich ohnehin geringe Anzahl an Forscherinnen und Forschern weiter stagniere, da vor allem der wissenschaftliche Nachwuchs gezwungen sei, ins Ausland abzuwandern. "Durch den Sparkurs beim FWF macht sich die Regierung verantwortlich, dass bis zu 600 Forscherinnen und Forscher keine Anstellung finden", so Grünewald.

Grünewald fordert daher von der Bundesregierung eine klare budgetäre Prioritätensetzung für die Forschung ein. "Die Ausweitung von Forschungsstellen und Arbeitsplätzen im Forschungsbereich sind dringend nötig. Dazu bedarf es der Erhöhung der Forschungsquote sowie verbesserter Rahmenbedingungen und Anreize für die Forschung und die dort engagierten Menschen wie etwa ausreichende Stipendien und Förderprogramme und attraktive Arbeitsplatzmöglichkeiten. Zumindest muss die Regierung dafür sorgen, dass der FWF die vom Finanzminister gekürzten 30 Mio. € für 2003 bekommt, um die über 600 ausstehenden Forschungsprojekte finanzieren zu können", schloss Grünewald.

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