Gorbach und Lunardi geben 90 mio Euro für Phase 2 des Projektes Brennerbasistunnel frei

Fahrplan festgelegt, bis Ende 2006 soll baureifes Projekt vorliegen

Wien (OTS) - "Ein Meilenstein zur Verwirklichung des größten Eisenbahntunnelprojektes zwischen Österreich und Italien", so kommentierte Verkehrsminister Hubert Gorbach die Unterzeichnung eines weiteren Memorandums zur Verwirklichung des Brenner-Basis-Tunnels gemeinsam mit seinem italienischen Amtskollegen Pietro Lunardi Mittwoch Abend in Rom. "Dies ist der Startschuss für die Phase 2 dieses Projektes, in der alle erforderlichen Voraussetzungen, insbesondere Finanzierbarkeit und Machbarkeit des Brenner-Basistunnels, geschaffen werden", zeigte sich Gorbach erfreut.
Die beiden Minister gaben für die Phase 2 dieses Projektes, die bis 2006 dauern wird, 90 Mio Euro frei, wobei 50 Prozent der Kosten die EU übernimmt, die andere Hälfte teilen sich die zwei Länder.

Mit dem Memorandum wurde der Inhalt eines noch auszuarbeitenden Staatsvertrages umrissen. Dieser soll insbesondere die gesellschaftliche Struktur der künftigen Projektgesellschaft beinhalten. "Wir streben beide ein Finanzierungskonzept über ein PPP-Modell an. Dazu ist die Überführung der derzeit bestehenden Projektorganisation in eine Europäische Aktiengesellschaft notwendig", erklärte der Minister. "Mit der Freigabe des Geldes und der Punktation für den Staatsvertrag steht nun der Fahrplan für den Brennerbasistunnel fest", so Gorbach.
Beide Minister wollen sich auch für eine Beteiligungsmöglichkeit durch regionale Gebietskörperschaften Österreichs und Italiens einsetzten. So hat etwa das Bundesland Tirol bereits Interesse für eine Beteiligung am Brennerbasistunnel bekundet.

Im Zuge der Unterzeichnung dieses Memorandums wurden auch Verhandlungen über die Transitnachfolgeregelung sowie über die künftige Gestaltung der Wegekostenrichtlinie geführt. Lunardi versicherte seinem Amtskollegen Gorbach, dass er die zweite Lesung im Rat zur Ökopunktenachfolgeregelung nun raschest abschließen werde, damit das Vermittlungsverfahren zwischen EU-Ministerrat und EU-Parlament beginnen könne. (Schluss bxf)

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