Hernalser Grüne: Drogenproblematik kann mit mehr Polizei allein nicht gelöst werden

Riedler: "Weisen Vorwurf von SP/VP auf Schärfste zurück, wonach jeder der nicht dem Ruf nach mehr Polizei zur Bekämpfung des Drogenhandelns in Hernals folgt, für Dealer und Kriminelle sei.

Wien (Grüne) - "Der Ruf nach mehr Polizei genügt nicht, um der Drogenproblematik in Hernals Herr zu werden", meinte heute die Klubobfrau der Hernalser Grünen, Ines Riedler, als Reaktion auf die gestrige Sitzung der Sozialkommission in der SPÖ und ÖVP mehr Polizei verlangten. Besonders erzürnt Riedler die SPÖ und ÖVP-Vorwürfe, dass "wer nicht den Ruf der SP/VP nach mehr Polizei zur Bekämpfung des Drogenhandelns in Hernals folgt, sei für Dealer und Kriminelle". Auslöser der Diskussion in der Sozialkommission ist eine Unterschriftenlist, die in unterschiedlichen Geschäften zur Unterschrift bereit liegen und von vielen im Bezirk als unangenehm empfunden werden.

Während sich SP und VP gemeinsam mit Vorwürfen wegen der Polizeireform gegen den schwarzen Innenminister stark machen, wollen die Hernalser Grünen eine differenzierte Sicht des Drogenthemas in Hernals. "Wo Verzweiflung, Sinnlosigkeitsgefühl und Unterforderung zum Drogenkonsum führen, ist auch ein gutes Feld für den Drogenhandel", so Riedler. Die Grünen fordern rasche Änderung des Asylgesetzes und des Beschäftigungsgesetzes, um AsylwerberInnen rasch Zugang zum legalen Arbeitsmarkt zu ermöglichen und sie nicht Gefahr laufen zu lassen, von Kriminellen zum Dealen angeheuert zu werden. Auch die Stadt Wien ist gefordert, die Arbeitslosigkeit vor allem von Jugendlichen etwas entgegen zu setzen, um junge Menschen nicht der Perspektivlosigkeit der Straße zu überlassen.

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