Anschober: Schüssel versucht Standortsicherung Voest zu verhindern

Grün-Konzept Industriefonds ist letzte Chance langfristiger Standortsicherung für Voest

OTS (Linz) - "Die schwarz-blaue Bundesregierung fährt über die oö. Standortinteressen brutal drüber. Durch den enormen Zeitdruck und das Abblocken sämtlicher Varianten einer oö. Notbremse wird eine Husch-Pfusch-Privatisierung durchgezogen. LH Pühringer steht dem Treiben seiner Parteifreunde völlig hilflos gegenüber und versucht die Öffentlichkeit durch Scheinlösungen zu täuschen und sich über den Wahltag zu retten", kritisiert Rudi Anschober, Klubobmann und Landessprecher der Grünen OÖ, die aktuellen Entwicklungen rund um die Voest.

Anschober befürchtet einerseits bei der von Pühringer geplanten Absicherung des Vorkaufsrechtes der Oberbank- und Raiffeisen-Aktien massive aktien- und kartellrechtliche Probleme und andererseits nur minimale Aktienzuteilungen für die Landesunternehmen im Rahmen des aktuellen Börsenganges. "Sicherheit kann so nicht garantiert werden. Alle Formen der Umsetzung der Privatisierung sind ein maßgeschneidertes Ausschließen aller Versuche aus oö. Sicht eine Notbremse zu ziehen", so Anschober.

Anschober sieht die einzige Chance in der Einbringung der Anteile der oö. Firmengruppen und Landesunternehmen in einen Industriefonds, der mehrheitlich vom Land getragen wird. "Skandinavische Länder beweisen mit derartigen Konsruktionen seit Jahren, dass eine offensive Standortsicherung durch Industriefonds bei den strategisch wichtigsten Konzernen möglich ist. Peter Strahammer hat bereits vor sechs Jahren an einem derartigen Modell für die Voest gearbeitet. Jetzt muss LH Pühringer die oö. Firmengruppen überzeugen, dass der Einstieg in einen Industriefonds Sinn macht und für Oberösterreich die einzige Form einer rechtsverbindlichen langfristigen Absicherung für die Voest darstellt, wenn es keine direkte Beteiligungsmöglichkeit gibt", so Anschober, und abschließend: "Auf politischer Ebene orte ich seit gestern eine grundsätzliche Bereitschaft für dieses seit Jahren erprobte und europarechtlich wie aktienrechtlich abgesicherte Konzept. Mittelfristig wird dieser Fonds sogar noch über dan ‚Akutfall’ Voest hinausgehen und sich zu einem Beteiligungsfonds weiterentwickln müssen."

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