ARBÖ: Vorsicht Aquaplaning- und Schleudergefahr!

Wien (OTS) - In weiten Teilen des Landes kommt es derzeit immer wieder zu teilweise massiven Regenfällen, welche die Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandeln - Aquaplaning oder Schleudern droht. Unterschätzt wird dabei zumeist der Umstand, dass die Aquaplaning - oder Schleuder- Gefahr schon bei relativ geringer Geschwindigkeit besteht, warnt der ARBÖ. Dies zeigten die zahlreichen Unfälle der vergangenen Tage.

"Sobald die Spur des vorausfahrenden Fahrzeuges schnell wieder verschwindet, ist dies ein untrügliches Zeichen, dass bereits ein dicker Wasserfilm die Fahrbahn bedeckt", so der Leiter des ARBÖ-Informationsdienstes Wilhelm Patzold. Ein weiteres Aquaplaning-Alarmsignal ist eine starke Wasserschleierbildung des vorausfahrenden Wagens sowie die auffällige Leichtgängigkeit der Lenkung. Hinzu kommt, dass durch die Verringerung der Sichtweite Spurrillen oder Hindernisse erst späterwahrgenommen werden. Und oft wird auch vergessen, dass im Stadtgebiet "versteckte" Aquaplaning-Gefahren - wie zum Beispiel Straßenbahnschienen - lauern, die beim Bremsen für unfreiwilliges Rutschen sorgen.

Rasches Reagieren ist lebenswichtig

Deshalb muss auf Aquaplaning-Vorboten in jeden Fall rasch reagiert werden, denn sonst passieren Unfälle.

Allerdings reagieren Autofahrer bei regnerischen Fahrbedingungen extrem unterschiedlich. Mancher Autolenker ist unsicher und ängstlich und fährt dadurch dem voranfahrenden Fahrzeug zu knapp auf. Anderen fehlt wiederum gänzlich das Gefahrenbewusstsein - Aquaplaning und Bremswege werden unterschätzt und man möchte der unangenehmen Fahrsituation möglichst rasch entkommen und ist deshalb mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs, so der ARBÖ.

"Setzt Regen ein, sollte das Fahrtempo sofort reduziert und der Sicherheitsabstand zum Vordermann vergrößert werden. Gerät das Fahrzeug durch Aquaplaning ins Schleudern, so ist es wichtig, nicht zu bremsen, denn unkontrollierte Fahrzeugbewegungen sind dadurch nahezu unvermeidbar." Lenkbewegungen sollten unbedingt vermieden werden, denn sobald der Reifen wieder auf griffige Fahrbahn kommt, nimmt das Fahrzeug sofort diese Richtung ein und kann nur mehr schwer manövriert werden. "Das Lenkrad sollte deshalb möglichst gerade gehalten, es sollte ausgekuppelt und - beim Automatikgetriebe - vom Gas weggegangen werden," empfiehlt Wilhelm Patzold vom ARBÖ.

Aquaplaning hat leichtes Spiel bei Reifen mit Profiltiefe unter 3 mm

Aquaplaning hat bei Reifen mit einer Profiltiefe unter 3 mm besonders leichtes Spiel, denn das Fahrzeug hat auf regennasser Fahrbahn schon unter bestimmten Voraussetzungen bereits bei 50 km/h keine sichere Bodenhaftung mehr. Der ARBÖ-Experte warnt: "Bei Tempo 90 besteht auch für tadellose Reifen Aquaplaninggefahr, sobald die Wassertiefe auf der Fahrbahn nur einige Millimeter beträgt."

Übrigens: In speziellen Fahrtechnikkursen können auf dem Gelände des ARBÖ-Trainingszentrums das Fahrverhalten bei extremen Witterungsbedingungen trainiert werden. Mehr Informationen dazu unter www.arboe.at.

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