EIN SCHULWEG NACH PLAN

Rund 600 Kinder verunglücken jährlich am Schulweg - KfV und MA 46 entwickelten Schulwegpläne für Eltern und Kind

Wien (OTS) - Der Schulalltag ist ins Land gezogen und es heißt wieder die Schulbank drücken. Vor allem für die jüngsten unter den schulpflichtigen Kindern stellt der Weg in die Schule aber oft eine Hürde dar. Damit Kinder sicher in die Schule kommen, startet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) auf Initiative des Stadtrates für Stadtentwicklung und Verkehr, DI Rudolf Schicker ein Projekt für mehr Sicherheit am Schulweg. Auf Basis der Pilotstudie aus dem Jahr 2002 werden für Eltern und Kinder Schulwegpläne erstellt. Diese zeigen den sichersten Weg in die Schule. KfV-Direktor Dr. Othmar Thann: "Kinder sind in unserer hoch technisierten Verkehrswelt sehr gefährdet. Es liegt daher an den Verkehrssicherheitsexperten aber auch an den Eltern, die Gefahrensituationen für Kinder und damit auch ihre Ängste zu minimieren."

Alle zwei Stunden verunglückt ein Kind auf österreichischen Straßen

Wie gefährlich es für Kinder im Straßenverkehr sein kann, zeigen einmal mehr die Statistiken: Im Jahr 2002 verunglückten 4.048 Kinder im Straßenverkehr, rund 600 Kinder verunglücken jährlich auf dem Schulweg. Noch plakativer erscheinen die Zahlen aus einem anderen Blickwinkel: Alle zwei Stunden verunglückt ein Kind auf österreichischen Straßen!

Mit Schulwegplänen den sichersten Weg finden

Die von KfV und MA46 entwickelten Schulwegpläne zeigen auf welcher Straßenseite gegangen und wo die Straße am sichersten überquert werden soll. Die Pläne verdeutlichen die Problembereiche und bieten gleichzeitig die Lösung aus Sicht der Verkehrsplanung und -erziehung an. Im Rahmen des Projekts wurden Wohnstandorte ermittelt, Eltern befragt, eine umfassende Unfallanalyse betrieben, das Schulumfeld begutachtet, Problemfelder analysiert und schließlich die Konfliktpunkte zusammengestellt und an die zuständigen Behörden übermittelt. "Neben baulichen und geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen sowie rechtzeitiger Verkehrserziehung ist der Schulwegplan eine wichtige Maßnahme für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Dieser zeigt nicht nur den sichersten Weg in die Schule, durch die Beschäftigung von Eltern und Kindern mit Verkehrssicherheit wird auch ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrserziehung geleistet", so Thann. Die Aktion läuft zur Zeit an neun Volksschulen in Wien. Eine Ausweitung auf die restlichen Bundesländer ist geplant. Behörden und Schulen können sich für nähere Informationen an das Kuratorium für Verkehrssicherheit, DI Klaus Robatsch, Tel. Nr.: 01-717 17-219, E-Mail: klaus.robatsch@kfv.at, wenden.

Wie kommt Ihr Kind sicher in die Schule?

Damit jedes Kind unbeschadet in der Schule eintrifft, sollte der Schulweg erst einmal ordentlich trainiert werden. KfV-Chef Thann rät zur Wahl des sichersten und nicht des kürzesten Wegs in die Schule:
"Üben Sie den Schulweg mit Ihrem Kind und erklären Sie wo und warum es besonders aufmerksam sein muss. Den Kindern darf dabei aber keine Angst gemacht werden, unsicheren Kindern passieren leichter Fehler". Damit der Lerneffekt optimal eintritt, sollten sich die Eltern schließlich nach einiger Zeit des Übens von ihren Kindern führen lassen.

Für Autofahrer gilt: Im Ortsgebiet Geschwindigkeit zügeln!

Für motorisierte Verkehrsteilnehmer gilt generell:
Geschwindigkeitsbegrenzungen sind dazu da um eingehalten zu werden! Vor allem in Bereichen wo vermehrt Kinder unterwegs sind - vor Schulen, Kindergärten, Spielplätzen etc. - heißt es Fuß vom Gas! Laut KfV-Messungen halten sich mehr als die Hälfte (55%) der Kfz-Lenker nicht an 50 km/h. In Tempo-30-Zonen sind sogar 79 Prozent schneller unterwegs als erlaubt.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161
http://www.kfv.at

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