AKS: Legalisierung statt Überwachung!

Wien (SK) Die Aktion kritischer SchülerInnen lehnt den FPÖ-Vorschlag bezüglich verpflichtender Drogentests für SchülerInnen energisch ab und fordert statt dessen die Legalisierung von Marihuana. Als den "Gipfel reaktionärer Law-and-Order Politik" bezeichnet AKS-Bundesvorsitzende Kathi Kreissl den Vorschlag der FPÖ, verpflichtende Drogentests für SchülerInnen und LehrerInnen einzuführen. "Anstatt den Aufklärungsunterricht an Schulen zu forcieren, setzt die FPÖ einmal mehr auf Überwachung und verhindert somit eine seriöse Auseinandersetzung mit Drogen", ist Kreissl überzeugt. ****

Vor allem die bewusste Differenzierung zwischen Alkohol und weichen Drogen ist Kreissl ein Dorn im Auge. "Diese Unterscheidung ist scheinheilig und entspricht der in konservativen Kreisen üblichen Doppelmoral", analysiert die SchülerInnenvertreterin die Forderungen der Freiheitlichen. "Wenn PolitikerInnen mit dem Bierglas in der Hand in Zeitungen abgebildet sind, beschwert sich niemand. Was ist mit der so oft betonten Vorbildwirkung?", fragt Kreissl in Richtung FPÖ. "Die Verteufelung von Cannabis ist stumpfe Angstmache und entbehrt ohne einer Auseinandersetzung mit den weit gravierenderen Folgen von Alkoholkonsum jeglicher Seriösität".

Die AKS spricht sich für eine Legalisierung von Cannabis aus. "Jugendliche, die Hanf rauchen sind keine VerbrecherInnen. Sie gesetzlich aus der Kriminalität zu holen muss vor allem der Politik ein Anliegen sein", betont die Bundesvorsitzende. Abschließend lädt Kreissl die VertreterInnen der FPÖ zu einem Kurzausflug nach Amsterdam ein, um gemeinsam Fakten über weiche Drogen nachzurecherchieren und später die Debatte auf seriöser Ebene weiterzuführen. (Schluss) ns/mp

Bei Annahme der Einladung bzw. Rückfragenhinweis: Kathi Kreissl (0699) 11 40 81 42

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