GPA-Jugend: Regierung blutet Universitäten aus

BM Gehrer "pickt den Kuckuck" auf die Universitäten

Wien (GPA-Jugend). "Ich frage mich tatsächlich, ob Menschen wie Frau Gehrer überhaupt begreifen, welchen volkswirtschaftlichen Schaden sie mit völlig überzogenen Budgetkürzungen anrichten," wettert Christian Jammerbund, Vorsitzender der GPA Jugend, und spricht damit die Tatsache an, dass Gehrer den österreichischen Universitäten per Rotstift Millionen von Euro an Budget kürzt. ++++

Bestes Beispiel für diese Kürzungen ist die TU Wien, die den Sachaufwand laut eigenen Angaben um 40 bis 50 Prozent kürzen muss. "Diese Kürzungen führen dazu, dass sich dann TU Rektor Skalicky hinstellen kann um zum wiederholten male die Einführung von Zugangsbeschränkungen an Universitäten (Studienplatzbewirtschaftung) zu fordern," bringt Jammerbund die Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf den Punkt. "Wie das mit der Forderung von LH Pröll (ÖVP) zusammenpasst, der gut ausgebildete junge Menschen für Österreich fordert (OTS 203), ist mir unbegreiflich."

Es sei offenbar nicht genug, dass ein Großteil der Studierenden nicht mehr wisse, wie sie ihr Studium finanziell bewältigen sollen, so Jammerbund weiter, nun wird auch den Universitäten direkt der Geldhahn zugedreht.

"Ich habe tatsächlich Angst vor der Horrorvision, dass Universitäten künftig von potenten privaten KapitalgeberInnen abhängig sein werden, die dann auch über die angebotenen Studienzweige entscheiden werden", bringt Jammerbund die Problematik, deren bestes Beispiel das Frank-Stronach-Institut der TU Graz ist, auf den Punkt. "Es wird wohl wenige Konzerne geben, die aus ihrer Sicht unprofitable humanistische Studienrichtungen fördern. Genau diese Wissenschaften haben aber in der Vergangenheit Österreich zu einem führenden Bildungsland gemacht", so der GPA Jugend Vorsitzende.

Die GPA Jugend bekräftigt damit ihre Forderung nach dem sofortigen Rücktritt von Frau BM Gehrer. "Diese Frau hat keine Ahnung vom Bildungswesen, diese Frau hat keine Ahnung von den Ängsten und Problemen junger Menschen", sagt Jammerbund und verweist auf die verheerende "Baby-statt-Party"-Diskussion, welche ebenfalls von der gelernten Handarbeitslehrerin, losgetreten wurde.

"Hätte diese Raubritterregierung nur 2 Abfangjäger weniger angekauft, welche nach neuesten Erkenntnissen ohnehin nur bei Sonnenschein böse Angreifer vom Himmel schießen können, müsste die TU keinen Sachaufwand kürzen, es gäbe Klopapier auf der Hauptuni Wien und die jungen Menschen würden eine umfassende und gute Ausbildung bekommen", ist der GPA Jugend Vorsitzende überzeugt.

"Frau Gehrer soll sich zurückziehen und für ihr privates Heim so viele Kuckucks häkeln, wie sie möchte", so Jammerbund abschließend, "das österreichische Bildungssystem hat sich tatsächlich mehr verdient, als auf Kosten von Kriegsspielzeug ausgeblutet zu werden”.

ÖGB, 10. September 2003
Nr. 740

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