Lunacek: Erinnerung an Putsch gegen Allende erfordert Gerechtigkeit für Tote und Verschwundene

Chilenischer Botschafter sollte an allen Gedenkveranstaltungen teilnehmen

Wien (OTS) "In Argentinien soll die Straflosigkeit für die Verbrechen während der Zeit der Diktatur nun beseitigt werden. Notwendig wäre, dass auch die Verantwortlichen für die Verbrechen während der Pinochet-Diktatur strafrechtlich belangt werden können", fordert die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, aus Anlas der heutigen Gedenkfeier im Parlament zum 30. Jahrestag des Putsches gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende.

"Die Erinnerung an das gewaltsame Ende der Demokratie in Chile vor 30 Jahren erfordert Gerechtigkeit für die Tausenden Toten und Verschwundenen, die die Militärs um General Pinochet zu verantworten haben," betont Lunacek. "Auch demokratiepolitisch sollte der Jahrestag für eine Initiative genutzt werden, den chilenischen Senat tatsächlich durch gewählte RepräsentantInnen zu beschicken und das Institut der 'Senatoren auf Lebenszeit' endgültig abzuschaffen," verlangt Lunacek.

Die Abgeordnete der Grünen fordert weiters den chilenischen Botschafter in Österreich erneut auf, an all jenen Gedenkveranstaltungen der chilenischen Gemeinde in Wien, zu denen er eingeladen wurde, teilzunehmen - und nicht nur an der heutigen Veranstaltung im Parlament. Wie der Botschafter in einem Schreiben an die Grüne Abgeordnete selbst formuliert, gibt es "kein Morgen ohne das Gestern", verweist Lunacek auf die Notwendigkeit, an den Beginn der grausamen Diktatur in Chile vor 30 Jahren mit allen überlebenden Opfern - dazu gehören auch die nach Österreich geflüchteten ChilenInnen - zu gedenken.

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