OÖ: Moderne Arbeitsplätze - neue Technologien

RTL-Chef Gerhard Zeiler: "Wäre ich Oberösterreicher, ich würde Erich Haider wählen"

Linz (OTS) - "Oberösterreich ist Österreichs Wirtschafts-Musterland. Die "Voest 2010" ist mit zwei Milliarden Euro das größte Investitionsprojekt eines heimischen Unternehmens. Diese positive Entwicklung darf nicht durch die Ausverkaufs- und Zusperrpolitik der Bundesregierung gefährdet werden!", stellt e Landeshauptmann-Stv. Erich Haider heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler fest. "Was unser Bundesland braucht, sind kräftige Impulse zur Ankurbelung der Wirtschaft, eine Verdoppelung der Landesmittel für Forschung und Entwicklung und verstärkte Investitionen in Bildung". Auch Zeiler betonte die Bedeutung von Forschung und Entwicklung ("Es gibt kaum einen Unternehmer, der prozentuell so wenig Geld dafür aufwendet wie Oberösterreich und Österreich") . Vom überstürzten Voest-Totalverkauf hält der Manager Zeiler nichts: "Für wenig Geld soll das wichtigste Unternehmen Oberösterreichs ohne ausreichende Garantien verkauft werden". . Besondere Anerkennung zollte er dem Einsatz von Erich Haider für die Erhaltung der Voest. "Wäre ich Oberösterreicher, würde ich ihn wählen!".

Die Entwicklung der modernen Industrienationen wird in einem immer stärkeren Maße durch die Generierung und Anwendung von Wissen, von neuen Technologien und dem Tempo der innovativen Veränderungen von Produkten und Produktionsprozessen bestimmt.

Mit RTL-Group-Chef Gerhard Zeiler unterstützt ein namhafter Wirtschaftsexperte und Repräsentant einer internationalen Mediengruppe - dem neue Technologien nicht fremd sind und dessen Firmengruppe neue Entwicklungen im Medienbereich nützt - diese Intiativen Erich Haiders.

Auf der Tagung des Europäischen Rates im Jahr 2000 in Lissabon wurde von den europäischen Staats- und Regierungschefs das Ziel festgelegt, die Europäische Union bis zum Jahr 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt umzugestalten, der fähig ist, dauerhaftes Wachstum, Vollbeschäftigung und einen größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen.

Dies kann nur dann gelingen, wenn die Erreichung dieses ehrgeizigen Zieles auch auf nationaler und regionaler Ebene unterstützt wird. Mit dem 6. Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung hat sich die EU zum Ziel gesetzt, einen europäischen Forschungsraum zu schaffen und die F&E-Quote bis 2010 auf 3 % anzuheben. Die österreichische Bundes- regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschungsquote bis 2005 von 1,9 % im Jahr 2001 auf 2,5 % im Jahr 2005 zu steigern. Ein Ziel, dessen Erreichung aus heutiger Sicht leider deutlich verfehlt wird.

Es ist aber unbestritten, dass eine Erhöhung der privaten und öffentlichen F&E-Aufwendungen für die Erhaltung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen und oberösterreichischen Unternehmungen erforderlich ist. Damit kann auch die Wertschöpfung in unserem Bundesland erhöht werden.

Derzeit liegt Oberösterreich an 57. Stelle der EU-Regionen.

Strategisches Programm Oberösterreich 2000+

Mit dem Strategischen Programm Oberösterreich 2000+ wurden ab 1998 auch in Oberösterreich gezielte Maßnahmen zum Ausbau von Forschungs-und Entwicklungseinrichtungen ergriffen. Es wurden Kompetenzzentren -u.a. in den Bereichen Software, Leichtmetall, Mechatronik, Produktionstechnologie, Industriemathematik, auf- und ausgebaut. Eine Fortsetzung dieses Strategischen Programms 2000+ mit einer entsprechenden Dotierung von 120 Mio. Euro ist auch in der kommenden Legislaturperiode nötig.

Wichtige Ansatzpunkte für dieses Programm sind:

Ausbau der Universität Linz und der Kunstuniversität Linz mit Geldern des Bundes und auf Landesebene mittels der Schaffung von Stiftungsinstituten in Stärkefeldern der oö. Wirtschaft durch das Land und Unternehmungen.
Z.B. Ausbau der Lehrstühle für Industrial Design und Mediengestaltung oder Förderung von Forschungsprojekten der naturwissenschaftlichen Fakultät.

Sicherung und weiterer Ausbau außeruniversitärer Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.
Errichtung eines Science-Parks an der Universität Linz und Ausbau des Softwareparks Hagenberg.

Ausbau der Beratung und Unterstützung der CATT GmbH für die Beteiligung vor allem von Klein- und Mittelbetrieben an EU- und nationalen Forschungsprogrammen (6. Rahmenprogramm der EU, FFF usw.)

Verstärkte Förderung der Gründung und Entwicklung technologieorientierter Unternehmen (Beratung, Unterstützung, Risikokapital).

Fortsetzung der Förderung der Kooperation von Unternehmen in Netzwerken (Cluster).

Verdoppelung der Landesmittel für Forschung und Entwicklung

Damit verbunden ist auch die Forderung nach mehr Mittel für die Forschung und Entwicklung. Mindestens 1 % des Landesbudgets soll nachhaltig für Forschung und Entwicklung aufgewendet werden, bei einem Budget von 4 Milliarden Euro würde das 40 Millionen Euro jährlich bedeuten (derzeit 21,8 Millionen Euro für F&E). Damit würde sich Oberösterreich auch im Ranking der österreichischen Bundesländer bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Forschung von der 6. Stelle nach vorne schieben.

Verstärkte Bewusstseinsbildung für Innovation und Technik

Junge Menschen frühzeitig für Technik zu begeistern und technisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge anschaulich näher zu bringen, muss in den nächsten Jahren gelingen, wobei aber gewährleistet sein muss, dass es auch entsprechende Ausbildungsplätze in diesem Bereich gibt.
Trotz großem Interesse mussten bis jetzt immer wieder viele Bewerber an den HTL´s bzw. Fachhochschulen abgewiesen werden.
Vergleich Bayern:

Der Freistaat Bayern als angrenzender vergleichbarer Wirtschaftsraum hat in den letzten 10 Jahren ca. 4 Milliarden Euro in Wissenschaft und Wirtschaft investiert. Alleine in den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie wurden 1,4 Milliarden Euro eingesetzt.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40002