Keine Strompreiserhöhung in Kärnten

LH Haider: Keine Beteiligung an Preistreiberei des Verbundes -Senkung der Netztarife noch im Herbst gefordert

Klagenfurt (LPD) - Im Gegensatz zu einer vom Verbund geplanten Strompreiserhöhung um bis zu 20 Prozent werde es in Kärnten zu keiner Erhöhung kommen. Das bekräftigte heute (Mittwoch) Landeshauptmann Jörg Haider am Rande einer Pressekonferenz in Klagenfurt.

Die Strompreise in Europa würden weiter steigen und zunehmend stärkeren Schwankungen unterworfen sein, ähnlich wie bei den Treibstoffen. Die Preise an den europäischen Strombörsen, die in diesem Sommer Rekordhöhen erreichten, seien auch für Österreichs Energieversorger ein Indikator. Daher müsse längerfristig mit einem weiteren Anstieg um bis zu 20 Prozent gerechnet werden.

Haider sah die Entscheidung, den deutschen RWE-Konzern als Partner der Kelag zu akzeptieren, absolut bestätigt. Kärnten sei dadurch nicht vom Verbund abhängig und werde eine Strompreiserhöhung in keinem Fall mitmachen: "Wir werden uns an der Preistreiberei nicht beteiligen", betonte der Landeshauptmann. Er forderte für den kommenden Herbst eine Senkung der Netztarife, die um 30 bis 40 Prozent überhöht seien: "Das war bis jetzt das große Geschäft der Strombetriebe." Mit der Senkung dieser Tarife könne man eine drohende Strompreiserhöhung abfangen. Seit 1999 habe es eine Senkungspolitik in Kärnten gegeben. Der aktuelle Strompreis (ab 1. April 2003) sei mit 15,83 Cent pro Kilowattstunde noch immer niedriger als nach einer zehn prozentigen Preissenkung im September 1999 (16,07 Cent/kWh). (Schluss)

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