Niederwieser: Katholischer Familienverband agiert mit Nein zu Ganztagsschule janusköpfig

Privatschulen haben Vorteile von Ganztagsschule schon lange erkannt

Wien (SK) "Wasser predigen und Wein trinken" ist nach Ansicht von SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser der treffende Vergleich, wie sich der Präsident des Katholischen Familienverbandes Johannes Fenz mit seinem "strikten Nein" in die aktuelle Diskussion um die Ganztagsschule einbringe. "Die Katholische Kirche hat mit ihren Privatschulen schon lange erkannt, dass ganztägige Schulformen die bessere Lösung sind und es ist wohl auch kein Zufall, dass ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon immer wieder auf positive Beispiele verweist", betont Niederwieser. Umso unverständlicher sei die "janusköpfige" Argumentation des Katholischen Familienverbandes, welcher die Schule als "Aufbewahrungsort für Kinder" bezeichnet, so Niederwieser. ****

Ganztagsschulen seien nicht die Erfindung der SPÖ, vielmehr würde die erziehungswissenschaftliche Forschung und alle anerkannten PädagogInnen zur Erkenntnis kommen, dass kindgerechte Schule viel Zeit benötige und nicht mit einem straffen Stundenplan von acht bis eins möglich sei. Ganztägige Schule sei nicht mit ganztägigem Unterricht gleichzusetzen, vielmehr handle es sich hier um Phasen des Unterrichts und der Freizeitgestaltung wie Sport, Musik oder Theaterspielen, reagiert der SPÖ-Politiker auf die Aussagen Fenzs. Gerade deshalb spreche sich die SPÖ schon lange für den Ausbau ganztägiger Schulformen aus. Es sei erfreulich und ein Fortschritt, dass in die Diskussion um Ganztagsschulen Nachmittagsbetreuung und Mischformen
Bewegung komme. Die SPÖ werde den Präsidenten des Katholischen Familienverbandes einladen, das Thema Ganztagsschule in einer öffentlichen Diskussion zu erörtern, kündigt Niederwieser abschließend an. (Schluss) se/mp

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