Darabos zu Sommergesprächen: "Schüssel wurde im Regen stehen gelassen"

Alfred Gusenbauer kann sich über Zuseherrekord freuen

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos ist hoch erfreut über die Zuseherbilanz der heurigen ORF-Sommergespräche. SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer habe mit Abstand die meisten Zuseher gehabt. 493.000 Menschen haben trotz Urlaubshochsaison, heißem Wetter und gleichzeitigem Fußballspiel auf ORF 1 das Sommerinterview mit dem SPÖ-Chef verfolgt. Bundeskanzler Schüssel hingegen konnte nur 461.000 Menschen zum Zuhören animieren - und das, obwohl der Kanzler objektiv gesehen die besten Bedingungen gehabt hätte. "Die Österreicher haben Schüssel im Regen stehen gelassen", so Darabos am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Schüssels Termin war wohl nicht zufällig für September angesetzt, zu einem Zeitpunkt wo die allermeisten Menschen wieder aus dem Sommerurlaub zu Hause sind. Auch das gestrige Regenwetter wäre eigentlich eine gute Bedingung für viele Zuseher gewesen. "Aber offensichtlich haben die Menschen die hohlen Phrasen des Kanzlers und seine peinlichen Versuche, das Regierungschaos schön zu reden, satt", stellte Darabos fest. Von Alfred Gusenbauer würden sich die Menschen hingegen mit Recht erwarten, dass er innovative und mutige Ideen und klare Konzepte vorbringt. "Es zahlt sich für die Menschen eben aus, dem SPÖ-Vorsitzenden zuzuhören", so Darabos.

Während Wolfgang Schüssel zu den großen Problemen und anstehenden Aufgaben wie Rekordarbeitslosigkeit, höchste Steuer- und Abgabenquote, sinkende Reallöhne, anstehende Harmonisierung der Pensionen, nötige Reform des Gesundheitswesens - höchstens hohle Phrasen eingefallen seien, habe Alfred Gusenbauer klare und zukunftweisende Konzepte präsentieren und den nötigen Kurswechsel skizzieren können. So sei Alfred Gusenbauer auch der einzige Parteichef gewesen, der das Problem der höchsten Jugendarbeitslosigkeit thematisiert und konkrete Vorschläge unterbreitet hat, erinnerte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Für Schüssel ist die Jugendarbeitslosigkeit offensichtlich nach wie vor nur "ein Schönheitsfehler".

Die Bilanz der Sommergespräche untermauere damit die Notwendigkeit eines politischen Kurswechsels in Österreich, unterstrich Darabos abschließend. (Schluss) ml

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