Entwicklungszusammenarbeit 2002: 83 Millionen Euro für die Ärmsten der Armen

Wien (OTS) - Mit dem Jahresbericht der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission gibt die Katholische Kirche Österreichs Rechenschaft über die Leistungen ihrer Mitgliedsorganisationen.

Weihbischof Dr. Ludwig Schwarz SDB, zuständig für Weltkirche und Entwicklung in der Bischofskonferenz und Vorsitzender der Koordinierungsstelle, präsentiert mit Stolz die professionelle und so erfolgreiche Arbeit der kirchlichen Nicht-Regierungs-Organisationen. Gleichzeitig zeigt sich der Referatsbischof auch erfreut darüber, dass die Menschen in Österreich die Botschaft Jesu vom Teilen ernst nehmen.

"Die befreiende Botschaft des Evangeliums motiviert uns zum Handeln. Handeln müssen wir, denn mit der weltweiten Armut dürfen wir uns nicht abfinden. Der Hunger in der Welt ist wahrlich eine Herausforderung für uns alle. Um sich der Herausforderung des Hungers stellen zu können, müssen die wahren Ursachen beleuchtet werden."

Die Mitgliedsorganisationen wickelten im Berichtsjahr ein Gesamtvolumen von 83 Millionen Euro ab, das ist um 3,4 % weniger als 2001. Dieser Rückgang ist auf die geringere Auszahlung öffentlicher Mittel zurückzuführen. Die BMAA-Mittel gingen um 1,2 Mio. Euro, das sind 9 %, zurück. Am stärksten war der Rückgang um 2,67 Mio. Euro oder 53 % bei den EU-Mitteln. Der Eigenmitteleinsatz ist leicht gestiegen (0,4 Mio. Euro).

Eigenmittel sind höher als die gesamte öffentliche Programmhilfe des Staates

Heinz Hödl, der Geschäftsführer der Koordinierungsstelle, sagt zur Tatsache, dass die eingesetzten Eigenmittel von 65 Millionen Euro um 18 % höher als die Programmhilfe des Österreichischen Staates (55 Millionen Euro) sind:

"Österreich, als eines der reichsten Länder der Welt, kann sich seiner Verantwortung für die Menschen im Süden nicht einfach entziehen. Wir fordern daher Bundesregierung und alle Parlamentsparteien auf, einen Stufenplan zur Erreichung des 0,7 % Zieles bis 2010 zu entwickeln." Mittlerweile wurde eine Plattform von über 30 NGOs zur 0,7 % Kampagne gegründet. Für den 17. Oktober 2003 ist die erste Aktionsveranstaltung geplant (http://www.nullkommasieben.at).

Die kirchlichen Organisationen mit ihren 3.712 Projekten in 120 Ländern sind durch ihre Verbindungen zu den Partnerkirchen besonders prädestiniert, Verständnis für die Probleme der Menschen zu schaffen. Die ehrenamtliche Arbeit von tausenden Personen in Pfarren und Gemeinden ist ein Zeichen von großer Solidarität, wie sie auch der Papst immer wieder einfordert.

Rückfragen & Kontakt:

Heinz Hödl, Geschäftsführer der KOO
Tel.: 01/317 03 21 oder 0676/84 29 68 777

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEB0002