AK: Budgetnot an Unis verschlechtert Studienbedingungen

Wien (AK) - "Anstatt aktiv Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen zu setzen, versucht Ministerin Gehrer die prekäre Finanzsituation der österreichischen Unis schönzureden und unter dem Deckmantel der "Autonomie" alle Probleme an die Universitäten abzuschieben", sagt Johanna Ettl, Leiterin des Bereiches Bildung in der AK Wien. Seitens der Universitäten wurde bereits mehrfach auf die Budgetnot und die negativen Konsequenzen für Lehre und Forschung aufmerksam gemacht. "Ein budgetäres Sofortprogramm für die Universitäten ist daher dringend notwendig", fordert Ettl. Das Bildungsministerium muss aber darüber hinaus auch zukunftsweisende Maßnahmen für Berufstätige setzen: dazu gehören ein eigenes Berufstätigenangebot an Unis mit größeren Studienrichtungen, mehr Abend- und Blockveranstaltungen, erweiterte Öffnungszeiten an Instituten und Bibliotheken und mehr finanzielle Unterstützung für berufstätige Studierende.

Wird an den Universitäten nicht ein budgetäres Sofortprogramm eingeleitet, sind die Leidtragenden in erster Linie die Studierenden, die trotz der Bezahlung von Studiengebühren mit zu wenigen Lehrveranstaltungen, mangelhafter Sachausstattung und sanierungsbedürftigen Lehrsälen konfrontiert sind. "Zu befürchten ist, dass vor allem die Bedürfnisse der großen Gruppe von berufstätigen Studierenden unter die Räder kommen", sagt Ettl.

Die AK hat bei der Kritik am Universitätsgesetz 2002 auch immer wieder auf die hohen Kosten der "Ausgliederung" verwiesen. Befürchtet werden zudem mehr Druck in Richtung höherer Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen, Verschlechterungen für die Uni-Beschäftigten und mehr Abhängigkeit von Aufträgen aus der Wirtschaft.

Die AK fordert daher Maßnahmen, damit Studium und Beruf besser vereinbar werden:

+ mehr finanzielle Unterstützung für berufstätige Studierende + Ein eigenes Berufstätigenangebot an Unis in größeren

Studienrichtungen mit einem hohen Erwerbstätigenanteil, wie Wirtschaftsstudien und Jus

+ mehr Abend- und Blockveranstaltungen + Öffnungszeiten von Bibliotheken und Instituten müssen an die

Situation berufstätiger Studenten angepasst werden
+ mehr Orientierungshilfen und Beratung für berufstätige Studierende zu Studienbeginn
+ besserer Einsatz von Internet und neuen Kommunikationstechnologien.

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