Ostasiens Erfolgschancen werden am höchsten eingeschätzt

Umfrage bei den Teilnehmern der Alpbacher Wirtschaftsgespräche 2003 - Sozialwissenschafter Gehmacher: Hohe Lernbereitschaft und sozialer Zusammenhalt in Ostasien

Wien (OTS) - Geht es nach den Teilnehmern der Wirtschaftsgespräche beim Europäischen Forum Alpbach, so sind in den nächsten 50 Jahren in Ostasien die größten Gesamt-Erfolgs-Chancen gegeben. Wie die vom Sozialwissenschafter Ernst Gehmacher und von "Austria perspektiv -Ein Institut der Österreichischen Wirtschaft" in Alpbach durchgeführte Umfrage über die Stärken und Schwächen der drei großen Kulturen ergibt, liegt Europa in der Einschätzung der künftigen Erfolgsaussichten an zweiter Stelle. Deutlich abgeschlagen landen im Vergleich die USA, die zwar nach zwei Jahrhunderten stärksten Wachstums noch immer dominieren, jedoch bereits Anzeichen von Stagnation und Hybris aufweisen. "Der deutliche Vorrang, der Ostasien gegenüber den beiden anderen Kulturen eingeräumt wird, ist vor allem in der hohen Lernbereitschaft und im stabilen sozialen Zusammenhalt der ostasiatischen Gesellschaft begründet", so Prof. Gehmacher.

Bei der Beurteilung der jeweiligen Stärken der drei Kulturen führen die USA zwar noch in punkto "ökonomische Produktivität", der zukünftige Trend geht nach Ansicht der Befragten aber in Richtung Ostasien. Europa befindet sich gegenwärtig beim Wachstumsfaktor "Humankapital" an der Spitze, allerdings wird auch in diesem Bereich Ostasien in Zukunft auf der Überholspur sein. Sehr negativ fällt für die USA das Ergebnis bei der Einschätzung der Schwächen aus: Bei allen vier abgefragten Faktoren "Ressourcen-Verknappung", "Umweltschäden", "Sozialer Stress" und "Politischer Stress" werden die USA am schlechtesten beurteilt, wobei ein Trend zu weiterer Verschärfung geortet wird. Nur im Bereich "Umweltschäden" gibt es in Ostasien einen stärkeren Trend zur Verschlechterung als in den USA, so die Einschätzung der Teilnehmer.

Die Mittelwerte der Stärken/Schwächen-Umfrageergebnisse (Einschätzung mittels Noten von 1 = maximal bis 5 = minimal) im Einzelnen:

Wachstumsfaktoren USA Ostasien Europa Ökonomische Produktivität 2,31 2,87 2,94 Humankapital 2,75 2,65 2,56 Sozialkapital 3,46 3,31 2,31 Hemmfaktoren Ressourcen-Verknappung 2,71 2,87 2,85 Umweltschäden 2,38 2,44 2,71 Sozialer Stress 2,63 2,65 3,08 Politischer Stress 2,67 2,83 2,98

Die Ergebnisse basieren auf der Auswertung von 68 abgegeben und ausgefüllten Fragebögen, die im Rahmen der Wirtschaftsgespräche des Europäischen Forums Alpbach an die Veranstaltungsteilnehmer verteilt wurden.

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