ÖGB: Kritik am schlechten Erinnerungsvermögen des Bundeskanzlers

Pensionsreform: Schüssel im Originalton von 1997 und gestern

Wien (ÖGB). Er könne sich noch sehr gut an das Jahr 1997 erinnern. Bei der damaligen Diskussion um die Pensionsreform hätte er sich nur zu 15 Prozent durchgesetzt und jedem, auch dem ÖGB, sei bewusst gewesen, dass diese Reform zuwenig war, behauptete der heutige Bundeskanzler Schüssel im gestrigen ORF-Sommergespräch. So gut dürfte das Erinnerungsvermögen des Bundeskanzlers allerdings nicht sein.++++

In der ORF-Pressestunde vom 9. November 1997 hatte der damalige Vizekanzler auf die gerade beschlossene Pensionsreform angesprochen ganz anders geklungen: "18 Jahre sind fix, bis zum Jahr 2020 wird hier nicht zu rühren sein", stellte er zur Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes fest. Und generell meinte er zur Pensionsreform 1997: "Im Prinzip haben wir die Weichen so gestellt, dass das Pensionssystem sicher ist." Von wegen, jeder habe gewusst, dass 15 Prozent der angeblichen Vorstellungen Schüssels zur Sicherung der Pensionen zuwenig seien.

ÖGB, 10. September 2003
Nr. 737

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