PRÖLL: BETRIEBLICHES ENGAGEMENT FÜHRT ZU UMWELT- UND VERKEHRSENTLASTUNG

Verleihung des "Mobilitätspreises für Mobilitätsmanagement 2002" des VCÖ

Wien (OTS) Gestern abend wurden in einem feierlichen Rahmen die Preise für die Siegerprojekte des "Nachhaltige Mobilitätsmanagement" durch Umweltminister Josef Pröll, Verkehrsminister Hubert Gorbach, dem GenDir der ÖBB, Rüdiger vom Walde, sowie dem Geschäftsführer des Verkehrsclub Österreich, Willi Nowak vergeben. Gesamtsieger wurde die Wolford AG mit ihrem Betrieblichen Mobilitätskonzept "Fahr-Rad". Dies teilte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.****

Bereits im November 1993 startete die Fa. Wolford AG das Mobilitätskonzept "Fahr-Rad". Über einen Zeitraum von 10 Jahren wurden ein Bündel an Maßnahmen zur Reduzierung des Individualverkehrs umgesetzt. Das Resultat: Steigerung der Fahrrad-Entlehnungen von 400 im Jahr 1997 auf 1400 im Jahr 2002. Das bedeutet, dass innerhalb von 6 Jahren um 26 Prozent mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit kamen.

Die Gesamtzahl von 220 eingereichter innovativer Projekte zum Mobilitätspreis, welcher erstmals 1992 vergeben wurde und seitdem jedes Jahr ausgeschrieben wurde, zeigt, dass es auch für das Umweltsorgenkind Nr. 1 – nämlich den Verkehr - sehr wohl Lösungen bzw. Lösungsansätze gibt. Es können die Anforderungen von Umwelt, Mobilität und Verkehr nicht nur unter einen Hut gebracht werden, in vielen Fällen entsteht sogar eine echte Win-Win-Win-Situation, freute sich Umweltminister Pröll.

Die Tatsache, dass ein Unternehmen den Hauptpreis im Mobilitätspreis 2002 bekommen hat, unterstreicht die Bedeutung der Schwerpunktinitiative "Betriebliches Mobilitätsmanagement", die das Lebensministerium gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich durchführt. Unternehmen, die innovative Mobilitätskonzepte mit dem Ziel der Reduktionen der CO2-Emissionen umsetzen, erhalten eine Förderung aus dem Topf der betrieblichen Umweltförderung. Damit bietet das Lebensministerium allen österreichischen Unternehmen Hilfestellung an, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. "Ich lade alle Unternehmen Österreichs ein, dem Beispiel von Wolford zu folgen und intelligente Maßnahmen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement zur Förderung einzureichen und umzusetzen", sagte der Umweltminister.

Betriebliches Mobilitätsmanagement macht sich bezahlt: sowohl für den Klimaschutz als auch durch Transportrationalisierung und Einsparungen für den Betrieb. Die Initiative zu betrieblichem Mobilitätsmanagement wird gemeinsam von BMLFUW, WKÖ, der ÖKK und dem WIFI getragen und unterstützt. Die neue Förderschiene wurde eingerichtet, da Pilotprojekte gezeigt haben, dass durch betriebliches Mobilitätsmanagement sowohl CO2-Emissionseinsparungen als auch Transportrationalisierung erreicht werden können.

Weitere Preisträger in den verschiedenen Kategorien sind:
Kategorie A "Gebietskörperschaften":
1. Termin Rad – Rad Termin / Stadt Linz
2. Arbeitsgruppe land-mobil /Landesregierung Vorarlberg
3. Wundermittel Werfenweng – Urlaub ohne Auto / Gemeinde Werfenweng 3. Rad-Kultour Donau-Machland /Stadtmarketing Perg

Kategorie B – "Verkehrsunternehmen":
1. Mobilitätsmanagement im Dreiländereck Salzburg – Steiermark – Kärnten /Dr. Emil Hocevar
2. Von der saturdaynightline zur nightline spezial / Verein Regionalmanagement Bezirk Liezen
2. Clevere Kids fahren im Verbund /Steirischer Verkehrsverbund
2. Event Mobilität / ÖBB
2. Flink, direkt, bequem, Lass dein Auto steh’n / NÖVOG

Kategorie C – "Unternehmen, Betriebe und Vereine":
1. GOAL – Bewegter Alltag /FGM-Amor
2. Viennabike / Fahhradclub Viennabike
3. Umweltbüro NÖ und Klimabündnis NÖ / Robert Stögner

Kategorie D – "Bildungseinrichtungen"
1. Easy Connection / Bundeshandelsakademie Linz
1. Schulweggestaltung / Neue Volksschule St. Johann im Pongau
3. Fahrradabstellanlage und Überdachung im Bereich des Bahnhofes Mödling / HAT Mödling

Kategorie E – "Projektideen"

1. Virtuelle Mitfahrzentrale / Christian Steger – Vonmetz
1. NMA – Navigation and mobility for blind pedestrians / Mag. Sandra Dittenberger

Weiterführende Informationen zum Thema befinden sich auf der Website ww.mobilitaetsmanagement.at.

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Rückfragen & Kontakt:

BM für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt u. Wasserwirtschaft
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