"profil": Vorwürfe wegen mutmaßlicher finanzieller Unregelmäßigkeiten gegen AKH-Ärzte

Professor Husslein verfasste Schverhaltsdarstellung - Staatsanwaltschaft ermittelt - Ärzte sollen AKH-Laboleistungen privat verrechnet haben

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, bezichtigt Peter Husslein, Vorstand der Universitäts-Frauenklinik am Wiener AKH, in einer an die Staatsanwaltschaft gerichteten Sachverhaltsdarstellung zwei an seiner Klinik tätige Professoren, sie hätten sich jahrelang Laborleistungen des Universitätsspitals gratis verschafft, um sie teuer an ihre Privatpatienten zu verkaufen. Den Umfang der dadurch erzielten Einnahmen schätzt Husslein auf mehr als eine Million Euro.

Weiters verdächtigt Husslein seine Kollegen, das AKH über die Verrechenbarkeit der von ihnen bestellten Tests "getäuscht" zu haben, wodurch das Spital einen finanziellen Nachteil erlitten habe. Die beiden Kollegen, darunter ein Abteilungsleiter, würden diese Praktiken nun, nachdem sie im Zuge einer AKH-internen Untersuchung abgestellt wurden, zum Nachteil der Krankenkassen fortsetzen.

Husslein hatte den ärztlichen Direktor des AKH, Reinhard Krepler, schon vor zwei Jahren auf diese Praktiken aufmerksam gemacht. Mittlerweile wissen alle verantwortlichen Stellen der Universität, des AKH, des Krankenanstaltenverbundes sowie die Wiener Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann von den Vorwürfen. Ein vorläufiger interner AKH-Untersuchungsbericht soll in den nächsten Tagen vorliegen. Aufgrund von Hussleins Sachverhaltsdarstellung ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Die Wiener Grünen wollen in dieser Causa das Wiener Kontrollamt einschalten, weil es, so die Wiener Landtagsabgeordnete Sigrid Pilz gegenüber "profil", im AKH "viele Stellen gibt, wo Geld versickert".

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